Ebner Stolz zieht vor den EuGH: Hinzurechnungsbesteuerung auf dem Prüfstand

Prof. Dr. Klaus Weber hat für seinen Mandanten einen beachtlichen Erfolg erzielt. So sieht es der Bundesfinanzhof in einem am 15.3.2017 veröffentlichten Beschluss (Az. I R 80/14) als zweifelhaft an, ob die sog. Hinzurechnungsbesteuerung von Zwischeneinkünften mit Kapitalanlagecharakter in Drittstaatensachverhalten mit der Kapitalverkehrsfreiheit vereinbar ist.

FOCUS: Ebner Stolz ist Top-Steuerkanzlei 2017 in 12 Kategorien

Erneut hat das Magazin FOCUS-SPEZIAL in einer exklusiven Erhebung mehr als 1.778 Steuerberater und Wirtschaftsprüfer zu Trends in der Branche befragt. Darüber hinaus hat FOCUS-SPEZIAL Kollegenempfehlungen eingeholt und bewertet.

Wirtschaft TV: Interview zu Steuerthemen 2017

Die Entwicklungen im internationalen Steuerrecht mit dem BEPS-Projekt der OECD und gesteigerten Dokumentations- und Mitwirkungspflichten für den Mittelstand, die Problematik der Pensionszusagen im Gesellschaftsvermögen, die Erbschaftsteuerreform und Erleichterungen bei Umstrukturierungen - das sind die Steuerthemen, mit denen sich der Mittelstand im Jahr 2017 auseinandersetzen muss.

BFH erklärt Sanierungserlass für rechtswidrig

Der Große Senat des Bundesfinanzhofs erschwert Unternehmenssanierungen. Mit Beschluss vom 28.11.2016 (GrS 1/15) hat er den sog. Sanierungserlass gekippt, mit dem das Bundesfinanzministerium seit 2003 Unternehmen in der Krise von einer Belastung mit Ertragsteuern freistellt, um Arbeitsplätze zu erhalten. Die in dem Erlass vorgesehene Steuerbegünstigung von Sanierungsgewinnen verstößt gegen den Grundsatz der Gesetzmäßigkeit der Verwaltung. Die Entscheidung ist damit von grundlegender Bedeutung für die Besteuerung insolvenzgefährdeter Unternehmen.

Mittelstand sieht Compliance als Chance

Ebner Stolz untersuchte gemeinsam mit dem F.A.Z.-Institut in der Ende 2016 veröffentlichten Studie „Compliance: Handlungsoptionen im Mittelstand“ wie der Mittelstand mit Compliance umgeht.

CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz beschlossen

Der Bundestag verabschiedete am 9.3.2017 das Gesetz zur Stärkung der nichtfinanziellen Berichterstattung der Unternehmen (CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz). Damit werden große Unternehmer verpflichtet, künftig über nichtfinanzielle Aspekte ihrer Geschäftstätigkeit zu berichten.

Voller Mehrwertsteuersatz auf E-Books EU-rechtskonform

Der EuGH bestätigt die Anwendung des vollen Mehrwertsteuersatzes auf E-Books in einem Verfahren das polnische Umsatzsteuerrecht betreffend (Urteil vom 7.3.2017, Rs. C-390/15, RPO). Zwar erkennt der EuGH in der Richtlinienvorgabe, wonach die Lieferung von Büchern im Printformat oder auf einem physischen Datenträger gespeichert dem ermäßigten Steuersatz unterliegen, die Lieferung von E-Books jedoch dem allgemeinen Steuersatz unterliegt, eine Ungleichbehandlung von zwei vergleichbaren Sachverhalten.

„Harter“ Brexit - was ändert sich steuerlich für Unternehmen?

Die Briten haben sich in ihrem Referendum vom 23.6.2016 für den Ausstieg aus der EU entschieden. Premierministerin Theresa May kündigte am 17.1.2017 einen sog. harten Brexit an. Möglicherweise verlässt damit Großbritannien den europäischen Binnenmarkt. Unternehmen mit Investitionen im Königreich oder schlichtweg mit Geschäftsbeziehungen zu britischen Unternehmen stellen sich zahlreiche wirtschaftliche und rechtliche Fragen. Aber auch steuerlich wird sich einiges verändern, sobald der Austritt Großbritanniens aus der EU vollzogen ist.

Gesetzgeber plant Einführung einer Lizenzschranke

Die Bundesregierung hat am 25.1.2017 den Entwurf eines Gesetzes gegen schädliche Steuerpraktiken im Zusammenhang mit Rechteüberlassungen beschlossen und in das Gesetzgebungsverfahren eingebracht. Damit soll eine Lizenzschranke eingeführt werden, die die steuerliche Abzugsmöglichkeit für Lizenzaufwendungen und andere Aufwendungen für Rechteüberlassungen unter bestimmten Voraussetzungen eingeschränkt.

Energie- und Stromsteuer: neue Voraussetzungen für die Gewährung von Begünstigungen ab 2017

Seit dem 1.1.2017 besteht eine neue obligatorische Antragsvoraussetzung für die Gewährung bestimmter energie- und stromsteuerrechtlicher Begünstigungen. Antragsteller bestimmter Steuerentlastungen müssen eine Selbsterklärung abgeben.