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Steuerberatung

Regelungen zu Streubesitzdividenden verfassungskonform

Der BFH stellt klar, dass so­wohl § 8b Abs. 4 KStG in der seit 2013 gel­ten­den Fas­sung als auch § 9 Nr. 2a GewStG in der seit 2008 gel­ten­den Fas­sung ver­fas­sungs­gemäß sind.

Di­vi­den­den und ähn­li­che Bezüge ei­ner Körper­schaft sind grundsätz­lich zu 95 % von der Körper­schaft­steuer be­freit, es sei denn die Be­tei­li­gung hat zu Be­ginn des Ka­len­der­jah­res un­mit­tel­bar we­ni­ger als 10 % des Grund- oder Stamm­ka­pi­tals be­tra­gen (§ 8b Abs. 4 KStG). Diese seit 2013 gel­tende Re­ge­lung zu sog. Streu­be­sitz­di­vi­den­den ist laut BFH ver­fas­sungs­gemäß (Ur­teil vom 18.12.2019, Az. I R 29/17).

Zwar werde da­durch die Grund­ent­schei­dung des Ge­setz­ge­bers durch­bro­chen, Ge­winne grundsätz­lich nur ein­mal bei der er­wirt­schaf­ten­den Körper­schaft mit Körper­schaft­steuer und erst mit Aus­schüttung an natürli­che Per­so­nen als An­teils­eig­ner mit Ein­kom­men­steuer zu be­steu­ern. Je­doch sei diese Durch­bre­chung ver­fas­sungs­recht­lich ge­recht­fer­tigt.

Mit der­sel­ben Begründung sei auch § 9 Nr. 2a GewStG in der seit 2008 gel­ten­den Fas­sung als ver­fas­sungs­kon­form ein­zu­stu­fen. Dem­nach er­folgt bei der Er­mitt­lung des Ge­wer­be­er­trags eine Kürzung um Ge­winne aus An­tei­len an ei­ner nicht steu­er­be­frei­ten inländi­schen Ka­pi­tal­ge­sell­schaft nur dann, wenn die Be­tei­li­gung zu Be­ginn des Er­he­bungs­zeit­raums min­des­tens 15 % des Grund- oder Stamm­ka­pi­tals beträgt.
 

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