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Schuldzinsenabzug nach § 4 Abs. 4a EStG

Schuldzinsen auf Überentnahmen können nicht als Betriebsausgaben berücksichtigt werden. Der BFH vertrat hier hinsichtlich der Berücksichtigung von Verlusten eine einschränkende Rechtsauffassung, der nun auch die Finanzverwaltung folgt.

Mit Sch­rei­ben vom 2.11.2018 über­ar­bei­tete das BMF seine Ver­wal­tungs­an­wei­sun­gen zum Schuld­zin­sen­ab­zug nach § 4 Abs. 4a EStG und ersetzt damit seine bis­lang hierzu ergan­ge­nen Ver­laut­ba­run­gen.

U. a. über­nimmt das BMF die Rechts­auf­fas­sung des BFH zur Ver­lust­be­rück­sich­ti­gung (BMF-Sch­rei­ben vom 2.11.2018, Rz. 16 f.). Laut Urteil des BFH vom 14.3.2018 (Az. XR 17/16) ist die Bemes­sungs­grund­lage für die nicht abzieh­ba­ren Schuld­zin­sen nach § 4 Abs. 4a EStG im Wege der teleo­lo­gi­schen Reduk­tion zu beg­ren­zen, so dass Ver­luste für sich genom­men nicht zu Über­ent­nah­men füh­ren. Als Bemes­sungs­grund­lage könne maxi­mal der kumu­lierte Ent­nah­men­über­schuss des Zei­traums von 1999 bis zum aktu­el­len Wirt­schafts­jahr her­an­ge­zo­gen wer­den.

Hin­weis

In sei­nem Sch­rei­ben vom 17.11.2005 (BStBl. I 2005, S. 1019, Tz. II.2.) ver­t­rat das BMF hin­ge­gen noch die Auf­fas­sung, dass ein über den Ent­nah­men­über­schuss im Ver­lust­jahr hin­aus­ge­hen­der Ver­lust mit Unter­ent­nah­men ver­gan­ge­ner und künf­ti­ger Wirt­schafts­jahre zu ver­rech­nen ist. Auf Antrag kann diese Rechts­auf­fas­sung letzt­ma­lig für das Wirt­schafts­jahr ange­wen­det wer­den, das vor dem 1.1.2018 begon­nen hat (z. B. abwei­chen­des Wirt­schafts­jahr 2017/2018).



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