de en
Nexia Ebner Stolz

Steuerberatung

Gewinnbegriff des § 4 Abs. 4a EStG (betrieblicher Schuldzinsenabzug)

Das BMF passt seine Rechtsauffassung zum maßgeblichen Gewinnbegriff bei der Anwendung des § 4 Abs. 4a EStG an die Rechtsprechung des BFH an und sieht dabei eine Übergangsregelung vor.

Der BFH ent­schied mit Urteil vom 3.12.2019 (Az. X R 6/18), dass für die Ermitt­lung der nicht abzieh­ba­ren Schuld­zin­sen nach § 4 Abs. 4a EStG der Gewinn i. S. d. § 4 Abs. 1 EStG her­an­zu­zie­hen ist. Außer­bi­lan­zi­elle Kor­rek­tu­ren sind nach Auf­fas­sung des BFH nicht zu berück­sich­ti­gen.

Mit Sch­rei­ben vom 18.1.2021 passt das BMF seine bis­her abwei­chende Rechts­auf­fas­sung an die des BFH an, wobei als nicht zu berück­sich­ti­gende außer­bi­lan­zi­elle Kor­rek­tu­ren u. a. die nicht abzugs­fähige Gewer­be­steuer samt Neben­leis­tun­gen sowie abge­zo­gene oder hin­zu­ge­rech­nete Inves­ti­ti­ons­ab­zugs­be­träge genannt wer­den.

Hin­weis: Grund­sätz­lich wen­det das BMF die neue Rechts­auf­fas­sung in allen offe­nen Fäl­len an. Auf Antrag des Steu­erpf­lich­ti­gen, der im Fall einer Mit­un­ter­neh­mer­schaft ein­ver­nehm­lich von allen Mit­un­ter­neh­mern zu stel­len ist, kön­nen außer­bi­lan­zi­elle Hin­zu­rech­nun­gen jedoch gemäß des vor­ge­hen­den BMF-Sch­rei­bens vom 2.11.2018 letzt­mals für Wirt­schafts­jahre berück­sich­tigt wer­den, die vor dem 1.1.2021 begon­nen haben. Zudem wird nicht bean­stan­det, wenn bereits durch­ge­führte Berech­nun­gen der Gewinne und Ver­luste unve­r­än­dert fort­ge­schrie­ben wer­den.

nach oben