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Energie- und Stromsteuer: Frist zur Abgabe von Meldungen für 2018

Erstmals ab dem 1.7.2016 hatten Empfänger von staatlichen Beihilfen im Bereich der Strom- und Energiesteuergesetze jährliche Meldepflichten an die Zollverwaltung nach der Verordnung zur Umsetzung unionsrechtlicher Transparenzpflichten im Energie- und Stromsteuergesetz (EnSTransV), zu erfüllen.

Zum 30.6.2019 besteht nun erst­­mals die erwei­­terte Pflicht. Danach sind die Mel­­dun­­gen aus­­­sch­­lie­ß­­lich über das ele­k­tro­­ni­­sche Er­­fas­­sungs­­­por­­tal vor­­zu­­­neh­­men.

Wie bis­her unter­­schei­­det die EnS­­TransV zwi­­schen einer Anzei­­gepf­­licht für Steu­er­be­f­­rei­un­­gen und Steu­er­er­­mä­ß­i­­gun­­gen einer­­seits sowie einer Erklär­ungspf­­licht für Steu­er­en­t­las­­tun­­gen ande­­rer­­seits.

In Bezug auf die Anzei­­gepf­­licht bei Steu­er­be­f­­rei­un­­gen und Steu­er­er­­mä­ß­i­­gun­­gen müs­­sen die Mel­­depf­­li­ch­­ti­­gen der Zol­l­ver­­wal­­tung fol­­gende Sach­ver­­halte über­­mit­­­teln:

  • ent­­­nom­­mene oder ver­­wen­­dete Strom- und Ener­­gie­er­zeu­g­­nis­­men­­gen, im vor­­an­­ge­­gan­­ge­­nen Kalen­­der­jahr und
  • Höhe der jewei­­li­­gen Steu­er­be­­gün­s­­ti­­gun­­gen im Ver­­wen­­dungs­­jahr.

Erklär­ungspf­­li­ch­­tig sind bei Steu­er­en­t­las­­tun­­gen

  • die Höhe der jewei­­li­­gen Ent­­las­­tung, die im vor­­an­­ge­­gan­­ge­­nen Kalen­­der­jahr tat­­säch­­lich aus­­be­­zahlt wurde,
  • ein­­sch­­lie­ß­­lich, der Angabe der Strom- und Ener­­gie­er­zeu­g­­nis­­men­­gen.

Die Mel­­dun­­gen sind bis bis­her bis zum 30.6. des Fol­­ge­jah­­res vor­­zu­­­neh­­men.

Neben der oben erwähn­­ten ele­k­tro­­ni­­schen Mel­­de­verpf­­li­ch­­tung, erge­­ben sich nach den am 11.4.2019 von Deu­t­­schen Bun­­des­­tag ver­­ab­­schie­­de­­ten Ände­run­­gen zumin­­dest ab dem 1.7.2019 Bef­­rei­un­­gen für sol­che Emp­­fän­­ger von staa­t­­li­chen Bei­hil­­fen im Bereich der Strom- und Ener­­gie­­steu­er­­ge­­setze, deren Auf­­­kom­­men 200.000 Euro je Kalen­­der­jahr nicht über­­sch­­rei­­tet. Ziel des Geset­z­­ge­bers ist es, sowohl die auf­­wän­­di­­gen Bef­­rei­ung­s­an­­träge von der Anzeige- oder Erklär­ungspf­­licht zu besei­­ti­­gen aus auch mit der neuen Frei­g­­renze zu einer Ver­­­fah­­ren­s­ve­r­ein­­fa­chung bei­zu­­tra­­gen.

Die Gene­ral­­zol­l­­di­­re­k­­tion hat im Sch­­rei­­ben vom 12.4.2019 auf die neue Geset­zes­lage rea­­giert. Sie gewährt bereits für den Mel­­de­zei­traum 2018 die oben genannte Bef­­rei­ung. Gleich­zei­­tig ent­­­fällt die bis­he­­rige Bef­­rei­ungs­­­re­­ge­­lung.

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