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Steuerberatung

Anschaffungskosten der nach Optionsausübung erworbenen Aktien

Gehört das für eine Option gezahlte Entgelt zu den Anschaffungskosten der Aktien, wenn diese in Ausübung der Option zum vereinbarten Basispreis erworben werden? Dazu äußert sich der BFH.

Wird eine Option zum Erwerb von Aktien aus­ge­übt und wer­den Aktien zum ver­ein­bar­ten Basi­s­preis erwor­ben, ist das für die Ein­räu­mung der Option ursprüng­lich gezahlte Ent­gelt als Neben­kos­ten Teil der Anschaf­fungs­kos­ten der Aktien. Zu die­sem Ergeb­nis kommt der BFH in sei­nem Urteil vom 22.5.2019 (Az. XI R44/17) auch in dem Fall, in dem der Wert der Optio­nen zu einem frühe­ren Zeit­punkt teil­wert­be­rich­tigt wurde.

Der BFH kommt damit zwar nicht nach Tausch­grund­sät­zen zu einer Gewinn­rea­li­sie­rung, da die Aus­übung der Option weder eine Ver­äu­ße­rung noch einen Tausch dar­s­tellt. Viel­mehr gehe die Option mit der Aus­übung unter. Da aber auf­grund des Prin­zips der Erfolgs­neu­tra­li­tät von Anschaf­fungs­vor­gän­gen der für die Ein­räu­mung der Optio­nen gezahlte Betrag als Anschaf­fungs­ne­ben­kos­ten der Aktien zu berück­sich­ti­gen sei, wirke sich bei den wert­ge­min­der­ten Optio­nen die Dif­fe­renz zum gezahl­ten Ent­gelt gewinn­er­höh­end aus.

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