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Steuerberatung

FG Münster: Zinssatz auf Steuerforderungen noch verfassungsgemäß

In ei­ner vom Bund der Steu­er­zah­ler (BdSt) un­terstütz­ten Mus­ter­klage kommt das FG Müns­ter zu dem Er­geb­nis, dass der Steu­er­zins­satz von 6 % p. a. für den Zeit­raum vom 1.4.2012 bis zum 15.1.2016 für Steu­er­nach­zah­lun­gen aus den Streit­jah­ren 2010 und 2011 noch ver­fas­sungs­gemäß ist (Ur­teil vom 17.8.2017, Az. 10 K 2472/16).

Die Re­vi­sion zum BFH wurde zu­ge­las­sen, die wahr­schein­lich auch ein­ge­legt wird.

Ebenso ent­schied der VGH München in sei­nem Be­schluss vom 10.8.2017 (Az. 4 ZB 17.279), dass Nach­zah­lungs­zin­sen auf aus ei­ner Be­triebsprüfung re­sul­tie­ren­den höheren Ge­wer­be­steu­er­be­las­tung für die Jahre 2005 und 2006 je­den­falls für den Zeit­raum bis Ende 2014 trotz der an­hal­ten­den Nied­rig­zins­phase kei­nen ver­fas­sungs­recht­li­chen Be­den­ken un­terlägen.

Hinweis

Der­zeit sind beim BFH un­ter den Az. I R 77/15 und III R 10/16 Ver­fah­ren zur Frage der Ver­fas­sungs­kon­for­mität des Zins­sat­zes anhängig. Da­bei geht es in bei­den Ver­fah­ren um Streit­jahre bis 2011. Bis­lang hat der BFH einen Ver­fas­sungs­ver­stoß für Zeiträume bis 2011 ab­ge­lehnt (zu­letzt BFH-Ur­teil vom 14.4.2015, Az. IX R 5/14).

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