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Vorsteuervergütungsanträge in UK für das Jahr 2018

Sofern das Vereinigte Königreich (UK) mit Ablauf des 29.3.2019 ohne Austrittsabkommen aus der EU ausscheidet, besteht für EU-Unternehmer, die in UK einen Vorsteuervergütungsantrag stellen wollen, dringender Handlungsbedarf.

Der 29.3.2019 und damit der Bre­xit rückt immer näher, unklar ist immer noch, ob es ein „deal-Sze­na­rio“ oder ein „no deal-Sze­na­rio“ geben wird. Sollte es zu einem „no deal-Sze­na­rio“ kom­men, könnte dies nega­tive Fol­gen für Vor­steu­er­ver­gü­tung­s­an­träge für das Jahr 2018 von EU-Unter­neh­men in UK haben. Nach dem Bre­xit hät­ten EU-Unter­neh­men, und somit auch Unter­neh­men aus Deut­sch­land, die Rege­lun­gen für Unter­neh­men aus dem Dritt­land anzu­wen­den.

In UK muss der Vor­steu­er­ver­gü­tung­s­an­trag von im Dritt­land ansäs­si­gen Unter­neh­mern nicht für das Kalen­der­jahr, son­dern hier­von abwei­chend für ein sog. „vor­ge­ge­be­nes Jahr“, wel­ches den Zei­traum vom 1.7. bis zum 30.6. des Fol­ge­jah­res umfasst, inn­er­halb von sechs Mona­ten ges­tellt wer­den. Für den Zei­traum 1.7.2017 bis 30.6.2018 muss­ten die Vor­steu­er­ver­gü­tung­s­an­träge damit bis spä­tes­tens zum 31.12.2018 ges­tellt wer­den. Für das erste Halb­jahr 2018 sind fol­g­lich die Ver­gü­tung­s­an­träge von im Dritt­land ansäs­si­gen Unter­neh­mern bereits ver­fris­tet und eine Erstat­tung der Vor­steu­ern nicht mehr mög­lich.

Hin­weis

EU-Unter­neh­mer, die die Erstat­tung von Vor­steu­ern für 2018 in UK im Wege des beson­de­ren Vor­steu­er­ver­gü­tungs­ver­fah­rens gemäß der Mehr­wert­steu­er­sys­tem­richt­li­nie begeh­ren, das grund­sätz­lich bis 30.9.2019 mög­lich wäre, soll­ten den Ver­gü­tung­s­an­trag bereits vor dem 29.3.2019 beim Bun­des­zen­tral­amt für Steu­ern stel­len. Damit ist sicher­ge­s­tellt, dass in UK noch das EU-Vor­steu­er­ver­gü­tungs­re­gime und nicht die für Dritt­staa­ten gel­ten­den Rege­lun­gen zur Anwen­dung kom­men.



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