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Verlustnutzungsbeschränkung § 8c Abs. 1 KStG: Vorläufiger Rechtsschutz

Das FG Ham­burg hat be­reits mit Be­schluss vom 29.8.2017 (Az. 2 K 245/17) dem BVerfG die Frage vor­ge­legt, ob die Re­ge­lung zum vollständi­gen Ver­lust­un­ter­gang ei­ner Ka­pi­tal­ge­sell­schaft bei Über­tra­gung von mehr als 50 % der An­teile an der Ge­sell­schaft (§ 8c Abs. 1 Satz 2 KStG) ver­fas­sungs­kon­form ist (Az. des BVerfG: 2 BvL 19/17).

Mit Be­schluss vom 11.4.2018 (Az. 2 V 20/18) gewährt das FG Ham­burg nun in einem Fall des vollständi­gen Ver­lust­un­ter­gangs nach § 8c Abs. 1 Satz 2 KStG vorläufi­gen Rechts­schutz. Die Voll­zie­hung des Steu­er­be­scheids sei aus­zu­set­zen. Im Rah­men ih­rer sum­ma­ri­schen Prüfung ge­hen die Rich­ter da­von aus, dass die Ver­lust­nut­zungs­be­schränkung nicht nur für die Zu­kunft, son­dern auch rück­wir­kend für nich­tig erklärt werde. Dazu ver­wei­sen sie auf den Be­schluss des BVerfG vom 29.3.2017 (Az. 2 BvL 6/11), worin die Re­ge­lung zum an­tei­li­gen Ver­lust­un­ter­gang nach § 8c Satz 1 KStG a. F. (jetzt § 8c Abs. 1 Satz 1 KStG) rück­wir­kend für den Zeit­raum 2008 bis 2015 als ver­fas­sungs­wid­rig be­wer­tet und dem Ge­setz­ge­ber auf­ge­ge­ben wurde, bis 31.12.2018 den Ver­lust­ab­zug mit Wir­kung ab 1.1.2008 neu zu re­geln. Folg­lich sei hier dem In­ter­esse des Steu­er­pflich­ti­gen an der Gewährung vorläufi­gen Rechts­schut­zes Vor­rang ein­zuräumen.

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