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Verkauf von Wiesnbrezn umsatzsteuerlich begünstigt

Kurz vor Beginn des Oktoberfests in Mün­chen veröffentlichte der in München an­sässige BFH ein Urteil zur Umsatzbesteue­rung des Verkaufs von Wiesnbrezn. In den Festzelten wird das Gebäck an Gäste des Festzeltbetreibers durch sog. Breznläufer ei­nes anderen Unternehmers verkauft.

Laut BFH unter­liegt der Umsatz aus dem Brez­n­ver­kauf dem ermä­ß­ig­ten Umsatz­steu­er­satz von 7 % (BFH­-Urteil vom 3.8.2017, Az. V R 15/17, DStR 2017, S. 1995).

Verkauf von Wiesnbrezn umsatzsteuerlich begünstigt© Thinkstock

Zwar wer­den die Brezn Gäs­ten ange­bo­ten, die die in den Fest­zel­ten auf­ge­s­tell­ten Bier­­tisch­garni­tu­ren nut­zen. Dabei han­dele es sich jedoch um fremde Ver­zehr­vor­rich­tun­gen, an denen der Unter­neh­mer, der die Wiesn­b­rezn ver­kauft, kein eige­nes Mit­be­nut­zungs­recht habe. Ihm stehe auch nicht die Mög­lich­keit offen, Besu­chern, die seine Brezn kon­su­mie­­ren, Sitz­plätze im Fest­zelt zuzu­wei­sen. Viel­­mehr sei davon aus­zu­ge­hen, dass Per­so­nen ohne die Inan­spruch­nahme von Leis­tun­gen des Fest­zelt­be­t­rei­bers nicht zur Nut­zung der Bier­tisch­garni­tu­ren berech­tigt wären.

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