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Steuerberatung

Umsatzsteuerliche Behandlung von Einzweck- und Mehrzweck-Gutscheinen

Bei nach dem 31.12.2018 ausgestellten Gutscheinen ist umsatzsteuerlich zwischen Einzweck- und Mehrzweck-Gutscheinen zu differenzieren. Die Finanzverwaltung räumt hierbei jedoch eine Nichtbeanstandungsregelung ein.

Bei nach dem 31.12.2018 aus­ge­s­tell­ten Ein­zweck-Gut­schei­nen führt grund­sätz­lich bereits die Aus­gabe des Gut­scheins dazu, dass die Umsatz­steuer für die durch den Gut­schein geschul­dete Leis­tung ent­steht.  Mit Sch­rei­ben vom 2.11.2020 geht das BMF aus­führ­lich dar­auf ein, in wel­chen Fäl­len von einem Ein­zweck-Gut­schein aus­zu­ge­hen ist und wel­che umsatz­steu­er­li­chen Fol­gen des­sen Ver­wen­dung in einer Ver­triebs­kette hat. Die Nicht­ein­lö­sung des Ein­zweck-Gut­scheins ist umsatz­steu­er­lich irre­le­vant, soweit es nicht zu einer Rück­zah­lung des Ent­gelts kommt.

Bei einem Mehr­zweck-Gut­schein ist hin­ge­gen die geschul­dete Umsatz­steuer noch nicht mit Aus­gabe des Gut­scheins bestimm­bar. Das BMF geht detail­liert auf die umsatz­steu­er­li­chen Fol­gen der Ein­lö­sung des Mehr­zweck-Gut­scheins ein.

Hin­weis

Die Vor­ga­ben des BMF-Sch­rei­bens sind zwar grund­sätz­lich auf Gut­scheine anzu­wen­den, die nach dem 31.12.2018 aus­ge­s­tellt wer­den. Jedoch wird es nicht bean­stan­det, wenn die Betei­lig­ten ab dem 1.1.2019 und vor dem 2.2.2021 aus­ge­s­tellte Gut­scheine - auch für Zwe­cke des Vor­steu­er­ab­zugs - nicht ent­sp­re­chend den Aus­füh­run­gen des BMF-Sch­rei­bens behan­deln.

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