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Konsignationslager: Verlängerung der Übergangsregelung bis 1.1.2020

Das BMF hatte ein Einsehen und hat die Übergangsregelung zur Umsatzbesteuerung im Falle einer Direktlieferung über ein inländisches Konsignationslager nochmals verlängert. Unternehmer können somit noch bis maximal Ende 2019 nach der bisherigen Rechtsauffassung vorgehen.

Mit Sch­rei­ben vom 10.10.2017 sch­loss sich das BMF der Rechts­auf­fas­sung des BFH an, wonach auch bei einer Waren­lie­fe­rung aus dem EU-Aus­land über ein inlän­di­sches Kon­si­g­na­ti­ons­la­ger mit kur­zer Zwi­schen­la­ge­rung eine unmit­tel­bare Lie­fe­rung an den inlän­di­schen Abneh­mer ange­nom­men wer­den kann, wenn die­ser bei Beginn des Trans­ports bereits fest­steht (BFH-Urteil vom 20.10.2016, Az. V R 31/15). Die geän­derte Rechts­auf­fas­sung ist zwar grund­sätz­lich bereits in allen offe­nen Fäl­len anzu­wen­den. Das BMF sah jedoch zunächst eine Über­gangs­re­ge­lung vor, wonach es für den Vor­steu­er­ab­zug des Abneh­mers nicht bean­stan­det wird, wenn für vor dem 1.1.2018 aus­ge­führte Lie­fe­run­gen und inn­er­ge­mein­schaft­li­che Erwerbe nach der bis­he­ri­gen Rechts­auf­fas­sung von einem inn­er­ge­mein­schaft­li­chen Ver­brin­gen und einer ansch­lie­ßen­den steu­erpf­lich­ti­gen Lie­fe­rung im Inland aus­ge­gan­gen wird. Diese Über­gangs­re­ge­lung wurde bereits mit Sch­rei­ben des BMF vom 14.12.2017 auf vor dem 1.1.2019 aus­ge­führte Lie­fe­run­gen und inn­er­ge­mein­schaft­li­chen Erwerbe aus­ge­dehnt (siehe zur bis­he­ri­gen Frist auch unser Umsatz­steuer Impuls - Kon­si­g­na­ti­ons­la­ger).

Nun wird die Anwend­bar­keit der Über­gangs­re­ge­lung mit BMF-Sch­rei­ben vom 31.10.2018 noch­mals ver­län­gert und gilt für vor dem 1.1.2020 aus­ge­führte Lie­fe­run­gen und inn­er­ge­mein­schaft­li­che Erwerbe.



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