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Jahressteuergesetz 2018 verabschiedet

Mit dem Ge­setz zur Ver­mei­dung von Um­satz­steu­er­ausfällen und Ände­rung wei­te­rer steu­er­li­cher Vor­schrif­ten (kurz Jah­res­steu­er­ge­setz 2018) wur­den ne­ben den na­mens­ge­ben­den Re­ge­lun­gen zahl­rei­che wei­tere Ände­run­gen be­schlos­sen.

Referentenentwurf eines Jahressteuergesetzes 2018 © Thinkstock

Am 8.11.2018 be­schloss der Bun­des­tag das Ge­setz zur Ver­mei­dung von Um­satz­steu­er­ausfällen beim Han­del mit Wa­ren im In­ter­net und zur Ände­rung wei­te­rer steu­er­li­che Vor­schrif­ten (kurz auch Jah­res­steu­er­ge­setz 2018, JStG 2018, ge­nannt) in der durch die Be­schluss­emp­feh­lung des Fi­nanz­aus­schus­ses des Bun­des­tags mo­di­fi­zier­ten Fas­sung. Der Bun­des­rat stimmte dem Ge­setz  am 23.11.2018 zu.
Das nun be­schlos­sene JStG 2018 enthält u. a. fol­gende Re­ge­lun­gen:

  • Auf­he­bung der auf­schie­ben­den Be­din­gung in der In­kraft­tre­tens­re­ge­lung der Steu­er­be­frei­ung von Sa­nie­rungs­erträgen nach § 3a EStG, § 7b GewStG,
  • Steu­er­be­frei­ung von Sa­nie­rungs­erträgen nach § 3a EStG, § 7b GewStG auch in Fällen, in de­nen die Schul­den vor dem 9.2.2017 er­las­sen wur­den (Altfälle), so­fern der Steu­er­pflich­tige einen ent­spre­chen­den An­trag stellt,
  • Steu­er­be­frei­ung der Zu­schüsse des Ar­beit­ge­bers zu den Auf­wen­dun­gen des Ar­beit­neh­mers für Fahr­ten mit öff­ent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln im Li­ni­en­ver­kehr zwi­schen Woh­nung und ers­ter Tätig­keitsstätte (z. B. in Form ei­nes Jobti­ckets), so­fern diese zusätz­lich zum oh­ne­hin ge­schul­de­ten Ar­beits­lohn gewährt wer­den ab 1.1.2019 (§ 3 Nr. 15 EStG), 
  • Steu­er­be­frei­ung für die pri­vate Nut­zung ei­nes be­trieb­li­chen Fahr­rads oder Elek­tro­fahr­rads, das kein Kraft­fahr­zeug ist, so­wohl im Falle der Nut­zung durch Ar­beit­neh­mer als auch durch den Un­ter­neh­mer, zeit­lich be­fris­tete An­wen­dung von 1.1.2019 bis 31.12.2021 (§ 3 Nr. 37 EStG),
  • Hal­bie­rung der Be­mes­sungs­grund­lage zur Er­mitt­lung des Werts der Pri­vat­nut­zung ei­nes E-Kraft­fahr­zeugs bei Er­werb zwi­schen dem 1.1.2019 und 31.12.2021 (§ 6 Abs. 1 Nr. 4 Sätze 2 und 3 EStG),
  • Ver­zin­sung des in Fällen des § 6b Abs. 2a EStG gewähr­ten Zah­lungs­auf­schubs durch die Ra­ten­zah­lung des auf Veräußerungs­ge­winne ent­fal­len­den Steu­er­be­trags bei aus­blei­ben­der EU-Re­inves­ti­tion, so­fern die Veräußerungs­ge­winne in nach dem 31.12.2017 be­gin­nen­den Wirt­schafts­jah­ren ent­stan­den sind,
  • dau­er­hafte Ab­schaf­fung der Re­ge­lung zum an­tei­li­gen Ver­lust­un­ter­gang bei Ka­pi­tal­ge­sell­schaf­ten bei An­teil­ser­werb nach dem 31.12.2007 als Re­ak­tion auf die Recht­spre­chung des BVerfG (§ 34 Abs. 6 Satz 1 KStG),
  • rück­wir­kende An­wen­dung der Sa­nie­rungs­klau­sel nach § 8c Abs. 1a KStG (§ 34 Abs. 6 Sätze 2 bis 4 KStG),
  • Ver­hin­de­rung von Um­satz­steu­er­ausfällen beim Han­del mit Wa­ren auf elek­tro­ni­schen Marktplätzen (§§ 22f und 25e UStG),
  • Folgeände­run­gen zu dem am 1.1.2018 in Kraft ge­tre­te­nen In­vest­ment­steu­er­re­form­ge­setz, bei­spiels­weise Teil­frei­stel­lung nach In­vStG und Or­gan­schaft (§ 15 KStG).
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