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Steuerberatung

Gewerbesteuer: keine Hinzurechnung von aktivierungsfähigen Mietzinsen

Eine gewerbesteuerliche Hinzurechnung von Miet- und Pachtzinsen unterbleibt, soweit sie in die Herstellungskosten des Umlaufvermögens einzubeziehen sind. Das gilt auch, wenn sich das betreffende Wirtschaftsgut am Bilanzstichtag nicht mehr im Betriebsvermögen befindet.

Im Streit­fall hatte eine Bau­ge­sell­schaft gemie­tete Bau­s­tel­len­ein­rich­tun­gen zur Errich­tung von Bau­wer­ken genutzt. Der BFH ent­schied mit Urteil vom 30.7.2020 (Az. III R 24/18), dass eine gewer­be­steu­er­li­che Hin­zu­rech­nung nach § 8 Nr. 1 Buchst. d GewStG aus­schei­det, soweit die Miet­zin­sen als Bau­s­tel­len­ein­zel­kos­ten zu den Her­stel­lungs­kos­ten von Wirt­schafts­gü­tern des Umlauf­ver­mö­gens gehö­ren. Damit über­trägt der BFH seine zu Bau­zeit­zin­sen getrof­fene Beur­tei­lung auf Miet- und Pacht­zin­sen, wonach es durch die Akti­vie­rung zu einer Umqua­li­fi­zie­rung in Her­stel­lungs­kos­ten kommt, die nicht mehr Gegen­stand einer gewer­be­steu­er­li­chen Hin­zu­rech­nung sein kön­nen. Ent­schei­dend ist, dass die Miet­zin­sen grund­sätz­lich den han­dels­recht­li­chen Her­stel­lungs­kos­ten­be­griff erfül­len.

Hin­weis

Eine gewer­be­steu­er­li­che Hin­zu­rech­nung unter­b­leibt dabei unge­ach­tet des­sen, ob die her­ge­s­tell­ten Wirt­schafts­gü­ter am Bilanz­stich­tag noch vor­han­den und dem­ent­sp­re­chend akti­viert, oder bereits unter­jäh­rig aus dem Betriebs­ver­mö­gen aus­ge­schie­den sind.

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