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Steuerberatung

Fortführungsgebundener Verlustvortrag nach § 8d KStG

Das BMF hat das lang erwartete finale Schreiben zum fortführungsgebundenen Verlustvortrag veröffentlicht.

In dem Sch­rei­ben vom 18.03.2021 äußert sich das BMF u. a. zum Antrags­er­for­der­nis, zu mate­ri­el­len Vor­aus­set­zun­gen, Rechts­fol­gen, Unter­gang des fort­füh­rungs­ge­bun­de­nen Ver­lust­vor­trags bei schäd­li­chen Ereig­nis­sen, der Stille-Reser­ven-Klau­sel des § 8d Abs. 2 KStG und zur Anwen­dung des § 8c KStG auf einen fort­füh­rungs­ge­bun­de­nen Ver­lust­vor­trag.

Das Sch­rei­ben klärt z. B. die bis­lang offene Frage, ob der Antrag auf Fest­stel­lung eines fort­füh­rungs­ge­bun­de­nen Ver­lust­vor­trags wider­ruf­lich ist. Laut BMF ist eine Antrags­rück­nahme bis zum Ein­tritt der Unan­fecht­bar­keit der Steu­er­fest­set­zung oder der Fest­stel­lung des Ver­lust­vor­trags des Fest­stel­lungs­zei­traums, in den der schäd­li­che Betei­li­gung­s­er­werb i. S. d. § 8c KStG fällt, mög­lich. Es gel­ten dem­nach die Form­vor­schrif­ten wie bei Antrag­stel­lung, sodass eine berich­tigte Kör­per­schaft­steue­r­er­klär­ung abzu­ge­ben ist.

Auch zum unbe­stimm­ten Rechts­be­griff des „Geschäfts­be­triebs“, auf des­sen Auf­rech­t­er­hal­tung es für den fort­füh­rungs­ge­bun­de­nen Ver­lust­vor­trag ankommt, äußert sich das BMF. Der Begriff sei vor dem Hin­ter­grund der BFH-Recht­sp­re­chung zum gewer­be­steu­er­li­chen Begriff des Gewer­be­be­triebs und zur Unter­neh­men­s­i­den­ti­tät sowie zur Seg­men­tie­rung bei Ermitt­lung der Gewinn­er­zie­lungs­ab­sicht aus­zu­le­gen. Maß­geb­lich soll es laut BMF auf den „wesent­li­chen Kern der Betä­ti­gung“ ankom­men.

Hin­weis: Mit gleich­lau­ten­den Erlas­sen vom 19.03.2021 einig­ten sich die obers­ten Finanz­be­hör­den der Län­der dar­auf, die Aus­füh­run­gen des BMF-Sch­rei­bens für die Anwen­dung des § 8d KStG bei der Gewer­be­steuer ent­sp­re­chend anzu­wen­den.

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