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Steuerberatung

BMF: Fortführungsgebundener Verlustvortrag nach § 8d KStG

Mit dem fortführungsgebundenen Verlustvortrag können Körperschaften Verluste unter bestimmten Voraussetzungen trotz schädlichen Beteiligungserwerbs „retten“. Das BMF äußert sich nun erstmals zur Auslegung der Regelungen nach § 8d KStG.

Mit Datum vom 13.8.2020 (Az. IV C 2 - S 2745-b/19/10002:002) hat das BMF den Ver­bän­den den Ent­wurf eines BMF-Sch­rei­bens zu § 8d KStG über­mit­telt.

In die­sem Ent­wurfs­sch­rei­ben geht das BMF u. a. auf das Antrags­er­for­der­nis, auf den Begriff des Geschäfts­be­triebs sowie auf die Ereig­nisse ein, die den Unter­gang des fort­füh­rungs­ge­bun­de­nen Ver­lust­vor­trags nach sich zie­hen. Dem­nach soll der Antrag bis zum Ein­tritt der mate­ri­el­len Bestands­kraft der Steu­er­fest­set­zung oder der Fest­stel­lung des Ver­lust­vor­trags ges­tellt und ggf. auch zurück­ge­nom­men wer­den kön­nen. Die Aus­le­gung des Begriffs des Geschäfts­be­triebs nach § 8d Abs. 1 Satz 3 und 4 KStG soll nach den Grund­sät­zen zur Unter­neh­men­s­i­den­ti­tät als Vor­aus­set­zung für den gewer­be­steu­er­li­chen Ver­lust­vor­trag erfol­gen. Eine „Ein­stel­lung des Geschäfts­be­triebs“ i. S. d. § 8d Abs. 2 Satz 1 KStG soll vor­lie­gen, wenn er nach den Grund­sät­zen der Betriebs­auf­gabe nach § 16 Abs. 3 EStG been­det wird. Ledig­lich vor­über­ge­hende Betriebs­sch­lie­ßun­gen, z. B. auf­grund behörd­li­cher Anord­nung oder zum Gesund­heits­schutz (wie im Zusam­men­hang mit der Corona-Pan­de­mie) sol­len nicht zu einer ver­lust­vor­trags­schäd­li­chen Ruhend­stel­lung des Geschäfts­be­triebs füh­ren.

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