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Steuerberatung

Drittes Bürokratieentlastungsgesetz veröffentlicht

Um Unternehmen in Deutschland von bürokratischen Hemmnissen zu befreien, hat der Bundestag am 24.10.2019 das Dritte Gesetz zur Entlastung insbesondere der mittelständischen Wirtschaft von Bürokratie (Drittes Bürokratieentlastungsgesetz, BEG III) verabschiedet.

In dem Gesetz, das am 28.11.2019 im Bun­des­ge­setz­blatt ver­öf­f­ent­licht wurde, fin­den sich auch einige steu­er­recht­li­che Rege­lun­gen:

  • Mit Wir­kung ab 2021 wur­den fol­gende Werte im EStG ange­ho­ben (Art. 15 Abs. 3 BEG III):
    • Der Steu­er­f­rei­be­trag für gesund­heits­för­dernde Arbeit­ge­ber­leis­tun­gen beträgt nun  600 Euro satt 500 Euro (§ 3 Nr. 34 EStG).
    • Bei kurz­fris­tig beschäf­tig­ten Arbeit­neh­mern ist die Pau­scha­lie­rung der Lohn­steuer bei einem durch­schnitt­li­chen Arbeits­lohn je Arbeits­tag von bis zu 120 Euro, statt bis­lang 72 Euro, mög­lich. Zudem wird der maxi­mal zuläs­sige durch­schnitt­li­che Stun­den­satz von 12 Euro auf 15 Euro ange­ho­ben (§ 40a Abs. 1 Satz 2 Nr. 1, Abs. 4 Nr. 1 EStG).
    • Die Lohn­steu­er­pau­scha­lie­rung bei Bei­trä­gen für eine Grup­pe­n­un­fall­ver­si­che­rung ist bis zu einem Betrag von 100 Euro statt bis­lang 62 Euro mög­lich  (§ 40b Abs. 3 EStG).
  • Ab 2022 kann der Arbeits­lohn eines beschränkt steu­erpf­lich­ti­gen Arbeit­neh­mers, der einer aus­län­di­schen Betriebs­stätte zuge­ord­net ist und der für maxi­mal 18 zusam­men­hän­gende Arbeits­tage im Inland tätig wird, mit einem Pau­schal­steu­er­satz von 30 % besteu­ert wer­den (§ 40a Abs. 7 EStG).
  • Die umsatz­steu­er­li­che Klein­un­ter­neh­mer­re­ge­lung wird ab 2020 bei einem Jah­re­s­um­satz von bis zu 22.000 Euro, statt bis­lang 17.500 Euro, ange­wen­det wer­den (§ 19 Abs. 1 Satz 1 UStG).
  • Wurde vor Beginn einer Außen­prü­fung das Daten­ver­ar­bei­tungs­sys­tem gewech­selt, wird der elek­tro­ni­sche Daten­zu­griff im Rah­men der Außen­prü­fung dahin­ge­hend beschränkt, dass nach Ablauf von fünf Jah­ren nach der Umstel­lung das aus­sch­ließ­li­che Vor­hal­ten der Daten auf maschi­nell les­ba­ren und aus­wert­ba­ren Daten­trä­gern genügt (§ 147 Abs. 6 Satz 6 AO). Dies soll für Daten gel­ten, deren Auf­be­wah­rungs­frist bis zum Tag nach der Geset­zes­ver­kün­dung noch nicht abge­lau­fen ist (Art. 97 § 19b Abs. 2 EGAO).
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