de en
Nexia Ebner Stolz

Steuerberatung

Vorsteuerabzug aus für Mitarbeiter übernommene Umzugskosten

Trägt das Unternehmen die Umzugskosten von Mitarbeitern stellt sich neben der Frage, ob darin Arbeitslohn zu sehen ist, auch die des Vorsteuerabzugs.

Der BFH kam in sei­nem Urteil vom 6.6.2019 (Az. V R 18/18) zu dem Ergeb­nis, dass ein zum Vor­steu­er­ab­zug berech­tig­tes Unter­neh­men die in einer Rech­nung aus­ge­wie­sene Vor­steuer über Leis­tun­gen eines Mak­lers, der mit der Woh­nungs­su­che für Mit­ar­bei­ter beauf­tragt wurde, abzie­hen kann. 

Hin­ter­grund war, dass auf­grund einer kon­zern­in­ter­nen Funk­ti­ons­ver­la­ge­rung im Aus­land tätige Mit­ar­bei­ter des Kon­zerns zu die­sem inlän­di­schen Kon­zern­un­ter­neh­men wech­sel­ten. Dabei wurde ihnen zuge­sagt, dass deren Umzugs­kos­ten über­nom­men wer­den. Ins­be­son­dere sollte bei der Woh­nungs­su­che unter­stützt wer­den, wozu das Unter­neh­men einen Mak­ler beauf­tragte.

Der BFH vern­eint in sei­nem Urteil einen tau­schähn­li­chen Umsatz zwi­schen dem Unter­neh­men und den Mit­ar­bei­tern. Denn durch die ein­ma­lige Vor­teils­ge­wäh­rung an die Mit­ar­bei­ter soll­ten erst die Vor­aus­set­zun­gen geschaf­fen wur­den, dass Arbeits­leis­tun­gen erbracht wer­den konn­ten. Auch sei keine Ent­nahme zu erfas­sen, da das Unter­neh­men ein vor­ran­gi­ges Inter­esse daran habe, erfah­rene Mit­ar­bei­ter des Kon­zerns zu sich an den Unter­neh­mens­stand­ort zu holen. 

nach oben