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Ungarn: Änderungen bei der Rechnungsdatenbereitstellung

Die Vorgaben zur Übermittlung von Rechnungsdaten an die ungarische Steuerbehörde werden im Laufe des Jahres verschärft.

Bereits seit 1.7.2018 sind Rech­nun­gen über die Lie­fe­rung von Waren oder Dienst­leis­tun­gen auf dem unga­ri­schen Staats­ge­biet, die gegen­über einem unga­ri­schen Steu­erpf­lich­ti­gen erbracht wer­den, über ein Online-Por­tal der unga­ri­schen Steu­er­be­hörde zu mel­den, wenn die Rech­nun­gen eine Mehr­wert­steuer von min­des­tens 100.000 HUF (ca. 300 Euro) aus­wei­sen (s. dazu auch novus Oktober 2017, S. 25).

Die unga­ri­sche Steu­er­be­hörde stellt zur Über­mitt­lung der Rech­nungs­da­ten ein Inter­face auf ihrer Web­site zur Ver­fü­gung. Ab dem 1.4.2020 ist dabei ans­telle der bis­he­ri­gen Ver­sion 1.1 zwin­gend das neue Inter­face 2.0 zu ver­wen­den.

Ab 1.7.2020 hat der Rech­nungs­s­tel­ler zudem die ers­ten acht Zif­fern der Umsatz­steu­er­num­mer der Kun­den zu über­mit­teln. Auch sind ab 1.7.2020 Anga­ben im Falle des steu­er­be­f­rei­ten Ver­kaufs von Waren und Dienst­leis­tun­gen sowie zu Reverse-Charge-Trans­ak­tio­nen erfor­der­lich. Ab 1.1.2021 wird die Daten­be­reit­stel­lung auch auf Rech­nun­gen an Nicht­steu­erpf­lich­tige (z. B. an Pri­vat­per­so­nen) aus­ge­dehnt.

Auf der Seite des Rech­nungs­emp­fän­gers sind wei­ter­hin Rech­nun­gen, die einen Mehr­wert­steu­er­be­trag von min­des­tens 100.000 HUF bein­hal­ten, auf den sog. M-Blät­tern der Umsatz­steue­r­er­klär­un­gen aus­zu­wei­sen. Diese Pflicht erst­reckt sich ab 1.7.2020 auf alle erhal­te­nen Rech­nun­gen, die dann ebenso ent­hal­ten sein soll­ten. 

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