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Steuerberatung

Gesetz zur Umsetzung des Multilateralen Instruments beschlossen

Das MLI soll ermögli­chen, ein­heit­lich Mo­di­fi­ka­tio­nen an meh­re­ren Dop­pel­be­steue­rungs­ab­kom­men vor­zu­neh­men, ohne dass je­weils Ver­trags­ver­hand­lun­gen zwi­schen den je­wei­li­gen Staa­ten er­for­der­lich sind. Dazu konn­ten Staa­ten ge­gen­sei­tig erklären, dass sie zur Teil­nahme am MLI be­reit sind. Ne­ben Deutsch­land sind der­zeit wei­tere 93 Staa­ten als Un­ter­zeich­ner des MLI zu ver­zeich­nen.

Das Ge­setz zu dem Mehr­sei­ti­gen Übe­rein­kom­men vom 24.11.2016 zur Um­set­zung steu­er­ab­kom­mens­be­zo­ge­ner Maßnah­men zur Ver­hin­de­rung der Ge­winnkürzung und Ge­winn­ver­la­ge­rung, kurz MLI-Um­set­zungs­ge­setz, wurde am 8.10.2020 durch den Bun­des­tag be­schlos­sen und pas­sierte am 6.11.2020 den Bun­des­rat.

Nun be­darf es für die be­trof­fe­nen Dop­pel­be­steue­rungs­ab­kom­men, bei de­nen sich beide Staa­ten zur Teil­nahme am MLI be­reit erklärt ha­ben, noch ei­nes wei­te­ren Schritts des Ge­setz­ge­bers, da­mit das MLI in die­sen Fällen kon­kret an­wend­bar ist.

Hinweis

Kon­kret steht die An­wen­dung des MLI hin­sicht­lich der zwi­schen Deutsch­land und fol­gen­den Staa­ten ver­ein­bar­ten Dop­pel­be­steue­rungs­ab­kom­men im Raum: Frank­reich, Grie­chen­land, Ita­lien, Ja­pan, Kroa­tien, Lu­xem­burg, Malta, Öster­reich, Rumänien, Slo­wa­kei, Spa­nien, Tsche­chien, Türkei, Un­garn. So­bald das MLI in die­sen Fällen an­wend­bar ist, müssen die dort vor­ge­se­he­nen Re­ge­lun­gen bei An­wen­dung der be­trof­fe­nen Dop­pel­be­steue­rungs­ab­kom­men zusätz­lich hin­zu­ge­zo­gen wer­den, auch wenn diese nicht di­rekt in den Ab­kom­mens­text in­te­griert wer­den.

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