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Steuerberatung

Treuhänderisch gehaltene Anteile an einer Kapitalgesellschaft sind kein begünstigungsfähiges Vermögen

Das Baye­ri­sche Lan­des­amt für Steu­ern stellt mit einem Er­lass klar, dass bei treuhände­ri­sch ge­hal­te­nen An­tei­len an ei­ner Ka­pi­tal­ge­sell­schaft die un­ent­gelt­li­che Über­tra­gung der vom Treu­ge­ber ge­hal­te­nen Rechts­po­si­tion nicht un­ter die erb­schaft­steu­er­li­chen Begüns­ti­gun­gen fällt.

Bei der Über­tra­gung von An­sprüchen aus einem Treu­hand­verhält­nis können bei Vor­lie­gen der übri­gen Vor­aus­set­zun­gen die Erb­schaft­steu­er­be­frei­ung und die Ta­rif­begüns­ti­gung für Be­triebs­vermögen, Be­triebe der Land- und Forst­wirt­schaft und An­teile an Ka­pi­tal­ge­sell­schaf­ten (§§ 13a, 19a ErbStG) in An­spruch ge­nom­men wer­den, so­fern es sich bei dem Treu­gut selbst um begüns­ti­gungsfähi­ges Vermögen i. S. d. § 13b ErbStG han­delt (vgl. hierzu LfSt Bay­ern Verfügung vom 14.01.2013, Az. S 3811.1.1-4/St 34, DStR 2013, S. 708).

Bei treuhände­ri­sch ge­hal­te­nen An­tei­len an Ka­pi­tal­ge­sell­schaf­ten ist die Über­tra­gung der vom Treu­ge­ber ge­hal­te­nen Rechts­po­si­tion (Her­aus­ga­be­an­spruch) al­ler­dings nach Auf­fas­sung des Baye­ri­schen Lan­des­amts für Steu­ern (Er­lass vom 22.12.2023, Az. S 3851.1.1 - 4/8 St 34, DStR 2024, S. 183) nicht begüns­ti­gungsfähig, da es dem Treu­ge­ber in­so­weit an der er­for­der­li­chen un­mit­tel­ba­ren Be­tei­li­gung an der Ka­pi­tal­ge­sell­schaft man­gelt. Dies soll auch dann gel­ten, wenn der Treu­ge­ber mit un­mit­tel­bar an der Ka­pi­tal­ge­sell­schaft be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­tern ei­ner Pool­ver­ein­ba­rung bei­tritt.

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