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Steuerliche Behandlung von sog. Cum/Cum-Transaktionen

Cum/Cum-Transaktionen werden unter bestimmten Voraussetzungen als steuerschädliche Gestaltungen betrachtet und damit steuerlich nicht anerkannt.

Erhält ein Steu­er­aus­län­der Divi­den­den einer inlän­di­schen Kapi­tal­ge­sell­schaft, wird er regel­mä­ßig defini­tiv mit Kapi­ta­l­er­trag­steuer in Höhe des Quel­len­steu­er­ab­zugs oder in Höhe des laut anzu­wen­den­dem Dop­pel­be­steue­rungs­ab­kom­men gemin­der­ten Steu­er­sat­zes belas­tet. Durch sog. Cum/Cum-Trans­ak­tio­nen wer­den aus die­sem Grunde inlän­di­sche Aktien unmit­tel­bar vor dem Divi­den­den­stich­tag auf einen anrech­nungs­be­rech­tig­ten Steue­rin­län­der über­tra­gen und kurz dar­auf wie­der zurück­über­tra­gen. Die dadurch erzielte Steuer­er­spar­nis wird regel­mä­ßig zwi­schen dem nicht anrech­nungs­be­rech­tig­ten Steu­er­aus­län­der und der anrech­nungs­be­rech­tig­ten Per­son auf­ge­teilt.

Liegt eine sol­che Gestal­tung vor, prüft das BMF laut Sch­rei­ben vom 17.7.2017 grund­sätz­lich in allen noch offe­nen Fäl­len, ob ein Gestal­tungs­miss­brauch i. S. des § 42 Abs. 2 AO gege­ben ist. Bei Kapi­ta­l­er­trä­gen, die ab dem 1.1.2016 zuf­lie­ßen, ist aller­dings vor­ran­gig die Beschrän­kung der Anre­chen­bar­keit der Kapi­ta­l­er­trag­steuer nach § 36a EStG zu prü­fen.

Anhand von Bei­spie­len erläu­tert das BMF in sei­nem Sch­rei­ben, wel­che Rechts­fol­gen sich erge­ben, wenn die Gestal­tung als miss­bräuch­lich zu beur­tei­len ist.



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