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Steuerberatung

Steuerliche Behandlung der Reisekosten von Arbeitnehmern

Das BMF hat ein aktualisiertes Schreiben zur steuerlichen Behandlung von Reisekosten bei Arbeitnehmern veröffentlicht. Dabei hat es u. a. neuere BFH-Rechtsprechung und die ab 1.1.2020 geltenden Beträge für Verpflegungsmehraufwendungen und Sachbezugswerte eingearbeitet.

Das neue BMF-Sch­rei­ben vom 25.11.2020 (IV C 5 - S2353/19/10011 :006) ersetzt das BMF-Sch­rei­ben vom 24.10.2014 (BStBl. I 2014, S. 1412). Auf 65 Sei­ten wird u. a. anhand zahl­rei­cher Bei­spiele der Begriff der ers­ten Tätig­keits­stätte erläu­tert: Dem­nach kommt ent­sp­re­chend den BFH-Urtei­len vom 11.4.2019 (Az. VI R 40/16 und VI R 12/17, BStBl. II 2019, S. 546 und 551) auch ein groß­flächi­ges Gebiet wie eine Werks­an­lage oder ein Bahn­hof als erste Tätig­keits­stätte in Betracht (Tz. 3). Für die Zuord­nung zur ers­ten Tätig­keits­stätte ist die arbeits­recht­li­che Fest­le­gung auch dann maß­geb­lich, wenn am Ort der ers­ten Tätig­keits­stätte nur in gerin­gem Umfang beruf­li­che Tätig­kei­ten erbracht wer­den (Tz. 9 mit Ver­weis auf BFH-Urteile vom 4.4.2019, Az. VI R 27/17, BStBl. II 2019, S. 536 und vom 11.4.2019, Az. VI R 40/16, BStBl. II 2019, S. 546).

Das BMF geht außer­dem auf die Anwen­dung der Verpf­le­gungs­mehr­auf­wen­dun­gen und die steu­er­li­che Erfas­sung von arbeit­ge­ber­sei­tig zur Ver­fü­gung ges­tell­ten Mahl­zei­ten ein und äußert sich zu Unter­kunfts­kos­ten bei dop­pel­ter Haus­halts­füh­rung und Aus­wärt­stä­tig­keit, ebenso wie zu Rei­se­ne­ben­kos­ten.

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