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Wichtige Neuerungen für die Steuererklärungen 2017

Bei der Erstellung und Abgabe der Steuererklärungen 2017 ändert sich einiges. Belege sind nur auf Aufforderung beim Finanzamt einzureichen. Dafür müssen die Angaben aussagekräftig sein.

Mit Sch­rei­ben vom 14.12.2017 hat das Bun­des­zen­tral­amt für Steu­ern (BZSt) auf die durch das Gesetz zur Moder­ni­sie­rung des Besteue­rungs­ver­fah­rens ein­ge­führ­ten Ände­run­gen rea­giert. Ziel die­ses Geset­zes ist, die Wirt­schaft­lich­keit und Effi­zi­enz im Steu­er­voll­zug durch einen ver­stärk­ten Ein­satz von Infor­ma­ti­ons­tech­no­lo­gie zu stei­gern. Es soll eine mög­lichst große Zahl an Steue­r­er­klär­un­gen im Mas­se­ver­fah­ren unter Ein­satz auto­ma­ti­ons­ge­stütz­ter Risi­ko­ma­na­ge­ment­sys­teme bear­bei­tet wer­den. Hierzu stellt das BZSt klar, dass Belege nur nach Auf­for­de­rung durch das Finanz­amt ein­zu­rei­chen und alle erfor­der­li­chen Anga­ben in der Steue­r­er­klär­ung zu machen sind.

Steu­erpf­lich­tige wer­den ange­hal­ten, in den ein­zel­nen Fel­dern der Steue­r­er­klär­ung alle für die Besteue­rung maß­geb­li­chen Infor­ma­tio­nen ein­zu­tra­gen. Wei­ter benö­t­i­gen die Finanz­äm­ter eine mög­lichst voll­stän­dige, kon­k­rete und aus­sa­ge­kräf­tige Dar­stel­lung des Sach­ver­halts in der Steue­r­er­klär­ung. Hier­für ist der Inhalt der in der Steue­r­er­klär­ung gel­tend gemach­ten Maß­nahme zu kon­k­re­ti­sie­ren.

Hin­weis

Nach den Aus­füh­run­gen des BZSt ist z. B. die Angabe „Spende 250 Euro“ nicht aus­sa­ge­kräf­tig, viel­mehr wird fol­gende Dar­stel­lung gefor­dert: „SOS Kin­der­dorf (06/2017) 250 Euro“.

Kön­nen rele­vante Sach­ver­halte nicht in den dafür vor­ge­se­he­nen Fel­dern der Steue­r­er­klär­ung ange­ge­ben wer­den bzw. wird eine von der Finanz­ver­wal­tung abwei­chende Rechts­auf­fas­sung zugrunde gelegt, ist eine Ein­gabe in der Zeile „Ergän­zende Anga­ben zur Steue­r­er­klär­ung“ erfor­der­lich. Dies führt stets zu einer per­so­nel­len Prü­fung der Steue­r­er­klär­ung durch einen Sach­be­ar­bei­ter im Finanz­amt.

Hin­weis

Das BZSt weist noch­mals aus­drück­lich dar­auf hin, dass von einer Ein­rei­chung von Bele­gen ohne Auf­for­de­rung durch das Finanz­amt abge­se­hen wer­den soll, da diese ggf. unge­prüft zurück­ge­sen­det und spä­ter, z. B. zur Durch­füh­rung eines Ein­spruchs­ver­fah­rens, wie­der ange­for­dert wer­den könn­ten. Unab­hän­gig davon sind die gesetz­li­chen Auf­be­wah­rungs­fris­ten für Belege wei­ter­hin zu beach­ten.



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