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Schweiz: Mehrwertsteuerpflicht ausländischer Unternehmer zum 1.1.2018

Erbringen nicht in der Schweiz ansässige Unternehmer bestimmte Leistungen in der Schweiz, greift dort die Mehrwertsteuerpflicht ab 1.1.2018 bereits bei weltweiten Umsätzen von 100.000 CHF p. a.

Aus­län­di­sche Unter­neh­mer sind in der Schweiz mehr­wert­steu­erpf­lich­tig und haben dem­ent­sp­re­chend dort Mehr­wert­steuer abzu­füh­ren, wenn sie in der Schweiz Lie­fe­run­gen von Waren erbrin­gen, die noch in irgend­ei­ner Form vor Ort in der Schweiz bear­bei­tet wer­den (sog. werk­ver­trag­li­che Lie­fern­gen). Unter den Begriff der Bear­bei­tung fal­len hier­bei z. B. die bloße Prü­fung, Regu­lie­rung, Funk­ti­ons­kon­trolle etc. Diese Steu­erpf­licht greift bis­lang nur, wenn der Umsatz des aus­län­di­schen Unter­neh­mers in der Schweiz min­des­tens 100.000 CHF p. a. beträgt.

Ab 1.1.2018 bezieht sich die Umsatz­g­renze von 100.000 CHF p. a. nicht mehr auf die Umsätze in der Schweiz, son­dern auf die welt­wei­ten Umsätze des aus­län­di­schen Unter­neh­mers bezie­hen. Damit wer­den weit mehr nicht in der Schweiz ansäs­sige Unter­neh­mer unter die Steu­erpf­licht in der Schweiz fal­len.

Hin­weis

Glei­ches gilt grund­sätz­lich auch bei elek­tro­ni­schen Dienst­leis­tun­gen oder Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­di­enst­leis­tun­gen an Nicht-Unter­neh­mer. Fol­g­lich wer­den auch in die­sen Berei­chen tätige Unter­neh­mer außer­halb der Schweiz in einer Viel­zahl von Fäl­len in der Schweiz steu­erpf­lich­tig sein.



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