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Kein Quellensteuereinbehalt auf Aufwendungen für Onlinewerbung!

Insbesondere die bayerische Finanzverwaltung schien vermehrt die Rechtsauffassung zu vertreten, dass Kunden von Onlineplattformen und Webseiten Quellensteuer auf Aufwendungen für dort geschaltete Onlinewerbung einzubehalten hätten. Dem widersprach nun das BMF.

Das BMF stellt mit Sch­rei­ben vom 3.4.2019 klar, dass von Ver­gü­tun­gen, die aus­län­di­sche Platt­form­be­t­rei­ber und Inter­net­di­enst­leis­ter von deut­schen Wer­be­kun­den für die Plat­zie­rung oder Ver­mitt­lung elek­tro­ni­scher Wer­bung im Inter­net erhal­ten, keine Quel­len­steuer nach § 50a Abs. 1 Nr. 3 EStG ein­zu­be­hal­ten ist.

Quellensteuereinbehalt auf Aufwendungen für Onlinewerbung?© Unsplash

Die Wer­be­ver­gü­tun­gen stel­len bei den Web­site-Bet­rei­bern keine beschränkt steu­erpf­lich­ti­gen Ein­künfte i. S. des § 49 EStG dar, so dass die Wer­be­kun­den keine Quel­len­steu­er­ab­zugs­verpf­lich­tung trifft.

Hin­weis

Im Rah­men von Betriebs­prü­fun­gen ver­t­ra­ten einige Finanz­be­hör­den die Rechts­auf­fas­sung, dass Quel­len­steuer auf Onli­ne­wer­bung ein­zu­be­hal­ten sein könnte. Laut einer Pres­se­mit­tei­lung des Baye­ri­schen Staats­mi­nis­te­ri­ums der Finan­zen und für Hei­mat vom 14.3.2019 einig­ten sich Bund und Län­der dar­auf, dass eine sol­che Verpf­lich­tung nicht besteht.

Mit dem nun ver­öf­f­ent­lich­ten BMF-Sch­rei­ben wird die Dis­kus­sion end­gül­tig been­det und für klare Ver­hält­nisse bei Ent­gel­ten für Wer­bung bei Anfra­gen in Online-Such­ma­schi­nen und über Ver­mitt­lungs­platt­for­men, für Social-Media-Wer­bung, Ban­ner­wer­bung und sons­tige Onli­ne­wer­bung und zwar unab­hän­gig von der Abrech­nungs­ve­r­ein­ba­rung (Cost per Click, Cost per Order oder Cost per Mille, Reve­nue Sha­res) gesorgt.



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