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Pensionsrückstellungen: Änderung des maßgeblichen Zinssatzes vorgeschlagen

Das anhaltend niedrige Zinsniveau führt derzeit dazu, dass die Höhe der Pensionsrückstellungen stark zunimmt und dementsprechend das handelsrechtlich auszuweisende Ergebnis belastet. Wirtschaftsverbände fordern deshalb seit geraumer Zeit eine Anpassung der Bewertungsregelung.

Laut einem noch inter­nen Ände­rungs­vor­schlag beab­sich­tigt das Bun­des­mi­nis­te­rium für Jus­tiz und für Ver­brau­cher­schutz, die Vor­ga­ben zur Bewer­tung der Rück­stel­lun­gen für Alters­ver­sor­gungs­verpf­lich­tun­gen zu modi­fi­zie­ren. So soll anstatt des durch­schnitt­li­chen Markt­zins­sat­zes der ver­gan­ge­nen sie­ben Geschäfts­jahre künf­tig auf die ver­gan­ge­nen zehn Geschäfts­jahre abge­s­tellt wer­den. Infolge des seit meh­re­ren Jah­ren anhal­tend nie­d­ri­gen Zins­ni­ve­aus würde diese Neu­re­ge­lung in den ers­ten Jah­ren ihrer Anwen­dung zu einer gerin­ge­ren Erhöh­ung der Pen­si­ons­rück­stel­lun­gen füh­ren als nach der­zei­ti­ger Rege­lung.  

Die vor­ge­se­hene Neu­re­ge­lung soll erst­mals für nach dem 31.12.2015 endende Geschäfts­jahre gel­ten. Den Unter­neh­men soll aber die Mög­lich­keit ein­ge­räumt wer­den, diese auch bereits für das nach dem 31.12.2014 begin­nende und vor dem 1.1.2016 endende Geschäfts­jahr anzu­wen­den.

Hin­weis

Der Ände­rungs­vor­schlag soll im Rah­men des Gesetz­ge­bungs­ver­fah­rens eines Geset­zes zur Umset­zung der Woh­n­im­mo­bi­li­en­k­re­di­tricht­li­nie behan­delt wer­den, des­sen Ent­wurf bereits am 14.8.2015 durch die Bun­des­re­gie­rung besch­los­sen wurde. Laut IDW könnte der Bun­des­tag bereits im Februar 2016 final dar­über besch­lie­ßen.

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