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Steuerberatung

Grenzüberschreitende Betriebsaufspaltung

Die Grundsätze der Be­triebs­auf­spal­tung kom­men auch dann zur An­wen­dung, wenn ein inländi­sches Be­sitz­un­ter­neh­men ein im Aus­land be­le­ge­nes Grundstück an eine ausländi­sche Be­triebs­ka­pi­tal­ge­sell­schaft ver­pach­tet.

Kon­kret be­jaht der BFH eine grenzüber­schrei­tende Be­triebs­auf­spal­tung im Fall ei­ner ge­meinnützi­gen rechtsfähi­gen Stif­tung im In­land, die zu 100 % an ei­ner nie­derländi­schen Ka­pi­tal­ge­sell­schaft be­tei­ligt ist, an die sie ein als Ge­schäfts­lo­kal die­nen­des Grundstück in den Nie­der­lan­den ver­pach­tet (BHF-Ur­teil vom 17.11.2020, Az. I R 72/16).

Die aus deut­scher Sicht in ge­werb­li­che Einkünfte um­qua­li­fi­zier­ten Ver­pach­tungs­einkünfte sind gemäß Art. 4 DBA-Nie­der­lande von der Be­steue­rung im In­land frei­ge­stellt. Von der Ge­winn­aus­schüttung der nie­derländi­schen Ka­pi­tal­ge­sell­schaft hat das Fi­nanz­amt 5 % als nicht ab­zieh­bare Be­triebs­aus­ga­ben nach § 8b Abs. 5 KStG be­han­delt.

Diese steu­er­recht­li­che Würdi­gung bestätigt der BFH und weist dar­auf hin, dass auf­grund der Be­triebs­auf­spal­tung eine ori­ginär ge­werb­li­che Tätig­keit der Stif­tung vor­liegt und so­mit je­den­falls ein wirt­schaft­li­cher Ge­schäfts­be­trieb vor­liegt, der von der Steu­er­be­frei­ung nach § 5 Abs. 1 Nr. 9 KStG aus­ge­nom­men ist. Das Be­steue­rungs­recht hin­sicht­lich der Di­vi­den­den werde Deutsch­land gemäß Art. 13 Abs. 1 DBA-Nie­der­lande zu­ge­wie­sen. Die Di­vi­den­den seien nicht in Un­ter­neh­mens­ge­winne i. S. d. Art. 5 Abs. 1 DBA-Nie­der­lande um­zu­qua­li­fi­zie­ren, da die­ser Be­griff ab­kom­men­sau­to­nom zu be­stim­men sei. Auch werde das Be­steue­rungs­recht nicht nach Art. 13 Abs. 5 DBA-Nie­der­lande den Nie­der­lan­den zu­ge­wie­sen, da das in den Nie­der­lan­den be­le­gene, ver­mie­tete Grundstück nicht als Be­triebsstätte qua­li­fi­ziere.

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