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Steuerberatung

Veröffentlichung der neugefassten GoBD

Welchen Anforderungen müssen elektronische Buchführungssysteme für steuerliche Zwecke genügen? Was ist bei der Digitalisierung von Belegen und deren Speicherung zu beachten? Hierauf geht die Finanzverwaltung in den nun veröffentlichten, umfassend aktualisierten sog. GoBD ein.

Nach­dem das BMF bereits im Juli 2019 die neu­ge­fass­ten Grund­sätze zur ord­nungs­mä­ß­i­gen Füh­rung und Auf­be­wah­rung von Büchern, Auf­zeich­nun­gen und Unter­la­gen in elek­tro­ni­scher Form sowie zum Daten­zu­griff (GoBD) auf sei­ner Home­page bereit­s­tellte und nach weni­gen Tagen wie­der zurück­zog, wur­den nun mit Sch­rei­ben vom 28.11.2019 die neuen GoBD ver­öf­f­ent­licht. Diese tre­ten mit Wir­kung vom 1.1.2020 an die Stelle der bis­he­ri­gen GoBD laut BMF-Sch­rei­ben vom 14.11.2014 (BStBl. I 2014, S. 1450).

Im Ver­g­leich zum vor­ge­hen­den Sch­rei­ben aus 2014 wird u. a. die Defini­tion eines Daten­ver­ar­bei­tungs­sys­tems ergänzt. Dem­nach ist es uner­heb­lich, ob ein sol­ches Sys­tem als eigene Hard- bzw. Soft­ware erwor­ben und genutzt oder in einer Cloud bzw. als eine Kom­bi­na­tion von Sys­te­men betrie­ben wird (Rz. 20).

Zur elek­tro­ni­schen Auf­be­wah­rung von Buchungs­be­le­gen, die in Papier­form emp­fan­gen wur­den, führt das BMF ergän­zend aus, dass eine elek­tro­nisch bild­li­che Erfas­sung, z. B. durch Scan­nen oder Foto­gra­fie­ren, zuläs­sig ist. Dies kann mit ver­schie­de­nen Gerä­ten, z. B. Smart­pho­nes, Mul­ti­funk­ti­ons­ge­rä­ten oder Scan-Stra­ßen, erfol­gen (Rz. 130) und ist etwa auch wäh­rend einer Dien­st­reise im Aus­land zuläs­sig (Rz. 136).

Das BMF geht des Wei­te­ren bereits auf die Ände­rung beim Daten­zu­griff in Form der Daten­trä­ger­über­las­sung (sog. Z3-Zugriff) durch das Dritte Büro­k­ra­tie­ab­bau­ge­setz ein (Rz. 164).

Hin­weis

Das BMF hat zudem auf sei­ner Home­page „Ergän­zende Infor­ma­tio­nen zur Daten­trä­ger­über­las­sung“ ver­öf­f­ent­licht.

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