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Steuerberatung

Gesetz zur Umsetzung des Klimaschutzprogramms 2030 im Steuerrecht

Als Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele 2030 hat der Bundestag am 19.12.2019 das Gesetz zur Umsetzung des Klimaschutzprogramms 2030 im Steuerrecht (kurz: Klimaschutzprogramm Steuerrecht 2030) beschlossen, das am 30.12.2019 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht wurde.

Mit dem Gesetz wur­den fol­gende steu­er­recht­li­chen Maß­nah­men imp­le­men­tiert, um die Zie­l­er­rei­chung im Kli­ma­schutz zu unter­stüt­zen:

  • Ener­­ge­­ti­­sche Sanie­rungs­­­ma­ß­­nah­­men an selb­st­­ge­­nut­z­­tem Wohn­ei­­gen­­tum wer­den ab 2020, befris­­tet für zehn Jahre, durch einen pro­­zen­­tua­­len Abzug der Auf­­wen­­dun­­gen von der Steu­er­­schuld geför­­dert. Begüns­tigt sind von der KfW als för­­der­­fähig ein­­ge­­stufte Ein­­zel­­ma­ß­­nah­­men, z. B. Wär­m­e­däm­­mung, Erneu­e­rung der Fen­s­­ter, Ein­­bau einer Lüf­­tungs­­an­lage, Erneu­e­rung der Hei­zungs­­an­lage. Die Maxi­­mal­för­­de­rung beträgt 20 % der Auf­­wen­­dun­­gen und ist auf ins­­ge­s­­amt 40.000 Euro je begün­s­­ti­g­­tem Objekt gede­­ckelt. Der För­­der­be­­trag wird über drei Jahre ver­­­teilt von der Steu­er­­schuld abge­­zo­­gen  (§ 35c EStG).
  • Ange­­sichts erhöh­­ter Kraf­t­­stof­f­p­­reise sol­­len Beruf­s­pen­d­­ler befris­­tet in den Ver­­an­la­­gungs­­zei­träu­­men 2021 bis 2026 mit erhöh­­ten Ent­­­fer­­nungs­­­pau­­­scha­­len ent­­las­­tet wer­­den. Dazu wird die Ent­fer­nungs­pau­schale ab dem 21. Kilo­me­ter für 2021 bis 2023 auf 35 Cent, für 2024 bis 2026 auf 38 Cent ange­ho­ben. Dies gilt ent­­­sp­­re­chend für Fami­­li­en­heim­­fahr­­ten im Rah­­men der dop­­pel­­ten Haus­halts­­füh­rung  (§ 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4 und Nr. 5 EStG).
  • Beruf­s­pen­d­­ler mit einem zu ver­­­steu­ern­­den Ein­­kom­­men inn­er­halb des Grun­d­f­­rei­be­tra­­ges kön­nen für die Ver­­an­la­­gungs­­zei­träume 2021 bis 2026 zudem eine Mobi­­li­täts­prä­­mie bean­­spru­chen (§§ 101 ff. EStG).
  • Der Umsat­z­­steu­er­­satz für Leis­­tun­­gen im Per­­so­­nen­­schie­­nen­­nah­ver­­kehr wird ab 1.1.2020 von 19 % auf 7 % her­ab­­ge­­setzt, ohne dass wei­­ter­hin nach der Beför­­de­rungs­­st­­re­­cke dif­­fe­­ren­­ziert wird (§ 12 Abs. 2 Nr. 10 UStG).
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