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Steuerberatung

Kosten für einen Eventmanager bei der Bewertung von Sachzuwendungen aus Betriebsveranstaltungen

Bei der Wertermittlung der Sachzuwendungen an Arbeitnehmer anlässlich einer betrieblichen Veranstaltung durch Schätzung sind nur die Kosten einzubeziehen, die geeignet sind, bei den Arbeitnehmern einen geldwerten Vorteil auszulösen. Aufwendungen für einen Eventmanager fallen nicht hierunter.

In dem vom BFH ent­schie­de­nen Streit­fall ging es um Kos­ten für eine Eventa­gen­tur, die vom Arbeit­ge­ber zur Orga­ni­sa­tion und Durch­füh­rung von Ver­an­stal­tun­gen für Kun­den und Mit­ar­bei­ter ein­ge­schal­tet wurde. Wird die Höhe des dem Arbeit­neh­mer zuge­f­los­se­nen Sach­be­zugs i. S. d. § 8 Abs. 2 Satz 1 EStG schätz­weise anhand der Kos­ten des Arbeit­ge­bers ermit­telt, sind laut BFH-Urteil vom 13.5.2020 (Az. VI R 13/18, DStR 2020, S. 2289) diese Kos­ten nicht ein­zu­be­zie­hen. Damit werde beim Arbeit­neh­mer kein geld­wer­ter Vor­teil begrün­det, der über die kos­ten­lose Teil­nahme an der Ver­an­stal­tung hin­aus­geht. Die Kos­ten für die Eventa­gen­tur sind somit bei Ermitt­lung der pau­scha­len Lohn­steuer nach § 40 Abs. 1 EStG nicht zu berück­sich­ti­gen.

Zu einem ande­ren Ergeb­nis kommt der BFH jedoch im Fall der Pau­scha­lie­rung der Ein­kom­men­steuer bei Sach­zu­wen­dun­gen gemäß § 37b EStG. In § 37b Abs. 1 Satz 2 EStG werde die Bemes­sungs­grund­lage exp­li­zit gere­gelt und umfasst alle der Zuwen­dung direkt zuzu­ord­nen­den Auf­wen­dun­gen, unge­ach­tet des­sen, ob der Zuwen­dungs­emp­fän­ger einen Vor­teil dar­aus zie­hen kann. Damit sind hier auch die Kos­ten eines Event­ma­na­gers mit ein­zu­be­zie­hen.  

Hin­weis

Da im Streit­fall hin­sicht­lich der Zuwen­dun­gen an Kun­den, die an den Ver­an­stal­tun­gen teil­ge­nom­men haben, die Pau­scha­lie­rung der Ein­kom­men­steuer nach § 37b Abs. 1 EStG vor­ge­nom­men wurde, waren inso­weit die Kos­ten für den Event­ma­na­ger ein­zu­be­zie­hen. Wäre hin­sicht­lich der teil­neh­men­den Arbeit­neh­mer eine Pau­schal­be­steue­rung nach § 37b Abs. 2 EStG vor­ge­nom­men wor­den, wären die Kos­ten für den Event­ma­na­ger ebenso ein­zu­be­zie­hen gewe­sen. 

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