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Steuerberatung

Bundesrat stimmt Erbschaftsteuer-Richtlinien 2019 zu

Die Erb­schaft­steuer-Richt­li­nien wa­ren nicht zu­letzt we­gen der Ände­run­gen bei der Begüns­ti­gung von Be­triebs­vermögen über­ar­bei­tungs­bedürf­tig. Die von der Bun­des­re­gie­rung be­schlos­se­nen Richt­li­nien pas­sier­ten nun auch den Bun­des­rat. Be­den­ken aus der Pra­xis wurde da­bei in ei­ni­gen Punk­ten aber nicht Rech­nung ge­tra­gen.

Zwar emp­fah­len die Aus­schüsse des Bun­des­rats in ih­rer Stel­lung­nahme vom 30.9.2019 (Druck­sa­che 387/1/19) dem Bun­des­rat, den von der Bun­des­re­gie­rung be­schlos­se­nen Erb­schaft­steuer-Richt­li­nien 2019 (ErbStR 2019) erst nach Berück­sich­ti­gung ei­ni­ger Ände­run­gen zu­zu­stim­men. So sollte insb. vor­ge­ge­ben wer­den, dass in­ner­halb ei­nes Ver­bun­des wei­ter­ge­reichte Fi­nanz­mit­tel nicht zu den jun­gen Fi­nanz­mit­teln gehören (R E 13b.29 Abs. 3 ErbStR 2019-E). Bei der Prüfung, ob jun­ges Ver­wal­tungs­vermögen vor­liegt, sollte im Fall der Ein­lage von Ver­wal­tungs­vermögen im Ver­bund die Be­sitz­zeit der über­tra­gen­den Ge­sell­schaft auf den Zwei­jah­res­zeit­raum an­ge­rech­net wer­den (R E 13b.29 Abs. 4 Satz 2 ErbStR 2019-E). 

Der Bun­des­rat ließ diese Be­schluss­emp­feh­lung je­doch außer Acht und stimmte in sei­ner Sit­zung am 11.10.2019 den ErbStR 2019 in der von der Bun­des­re­gie­rung vor­ge­leg­ten Fas­sung zu, ohne Ände­run­gen ein­zu­for­dern. Da­mit dürf­ten die ErbStR 2019 in Kürze im Bun­des­steu­er­blatt veröff­ent­licht wer­den und da­mit in Kraft tre­ten.

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