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Folgen des Brexit bei der Hinzurechnungsbesteuerung

Eine niedrige Besteuerung passiver Einkünfte einer beherrschten Gesellschaft im Ausland löst in Deutschland eine Hinzurechnungsbesteuerung aus. Der Nachweis einer tatsächlichen wirtschaftlichen Tätigkeit kann aber nur bei EU-Gesellschaften Abhilfe schaffen.

Erzielt eine aus­län­di­sche Kapi­tal­ge­sell­schaft, an der inlän­di­sche Gesell­schaf­ter zu mehr als 50 % betei­ligt sind, sog. pas­sive Ein­künfte und unter­lie­gen diese im Aus­land einer Besteue­rung von weni­ger als 25 %, greift die Hin­zu­rech­nungs­be­steue­rung nach dem Außen­steu­er­ge­setz. EU-Kapi­tal­ge­sell­schaf­ten bzw. Kapi­tal­ge­sell­schaf­ten in einem EWR-Mit­g­lied­staat kön­nen zur Ver­mei­dung der Hin­zu­rech­nungs­be­steue­rung nach­wei­sen, dass sie in die­sem Staat einer tat­säch­li­chen wirt­schaft­li­chen Tätig­keit nach­ge­hen. Bei Dritt­staa­ten fin­det diese Aus­nah­me­re­ge­lung keine Anwen­dung.

Hin­weis

Da aktu­ell davon aus­zu­ge­hen ist, dass das Ver­ei­nigte Kön­ig­reich zum 31.12.2020 auch aus dem EWR aus­schei­det, ist die Anwen­dung der Aus­nah­me­re­ge­lung zur Ver­mei­dung einer Hin­zu­rech­nungs­be­steue­rung nicht mehr mög­lich.

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