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Afa-Berechnung in der Ergänzungsbilanz bei Anteilserwerb

BFH 20.11.2014, Az. IV R 1/11

Erwirbt ein Gesellschafter einen Gesellschaftsanteil zu einem Kaufpreis über dem Buchwert des Kapitalkontos, sind die Mehrwerte in einer Ergänzungsbilanz auszuweisen. Wie diese zusätzlichen Anschaffungskosten des Gesellschafters in der Folgezeit abzuschreiben sind, erläutert der BFH in einem aktuellen Urteil und weicht dabei von der bisherigen Auffassung der Fachliteratur ab.

Laut Urteil des BFH vom 20.11.2014 (Az. IV R 1/11 ) sind die in der Ergän­zungs­bi­lanz erfass­ten Anschaf­fungs­kos­ten so fort­zu­füh­ren, dass der Gesell­schaf­ter soweit wie mög­lich einem Ein­zel­un­ter­neh­mer gleich­ge­s­tellt ist, dem Anschaf­fungs­kos­ten für ent­sp­re­chende Wirt­schafts­gü­ter ent­stan­den sind. Des­halb hängt die Auflö­sung der in der Ergän­zungs­bi­lanz aus­ge­wie­se­nen Anschaf­fungs­kos­ten nicht von der Hand­ha­bung in der Gesamt­hands­bi­lanz ab. Viel­mehr ist im Zeit­punkt des Anteil­ser­werbs die jewei­lige Rest­nut­zungs­dauer ent­sp­re­chend gebraucht erwor­be­ner Wirt­schafts­gü­ter zu ermit­teln und der AfA-Berech­nung zu Grunde zu legen. Zudem ste­hen dem Gesell­schaf­ter die Absch­rei­bungs­wahl­rechte zu, die auch ein Ein­zel­un­ter­neh­mer bei Erwerb der ent­sp­re­chen­den Wirt­schafts­gü­ter in Anspruch neh­men könnte.

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