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Steuerliche Berücksichtigung des Barausgleichs des Stillhalters

Nach Auffassung des BFH führt der im Rahmen des Basisgeschäfts gezahlte Barausgleich des Stillhalters bei Optionsgeschäften sowohl vor als auch nach Einführung der Abgeltungsteuer zu steuerlich zu berücksichtigenden Verlusten.

Zu diesem Ergebnis kommt der BFH mit Urteil vom 20.10.2016 (Az. VIIIR 55/13 ). Sofern der Barausgleich für Optionen erfolgte, die vor der Einführung der Abgeltungsteuer eingeräumt wurden, führt dieser zu einem Verlust aus privaten Veräußerungsgeschäften, der nur mit positiven Einkünften i. S. des § 23 EStG und mit Kapitaleinkünften aus § 20 Abs. 2 EStG verrechnet werden kann.

Der Barausgleich für Optionen, die in den Anwendungszeitraum der Abgeltungsteuer fallen, ist entgegen der Auffassung der Finanzverwaltung (BMF-Schreiben vom 9.10.2012, BStBl. I 2012, S. 953, zuletzt geändert durch BMF-Schreiben vom 18.1.2016, BStBl. I 2016, S. 85, Rz. 26) als Verlust aus einem Termingeschäft nach § 20 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 Buchst. a EStG zu behandeln. Dieser Verlust kann auch mit positiven Kapitaleinkünften nach § 20 Abs. 1 EStG verrechnet werden.



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