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Regelmäßige Arbeitsstätte bei Versetzung oder Abordnung

Noch bis Ende dieses Jahres ist für die Anwendung der Entfernungspauschale maßgeblich, wo die regelmäßige Arbeitsstätte des Arbeitnehmers liegt. Der BFH geht in zwei Urteilen auf die Frage ein, wie die regelmäßige Arbeitsstätte im Fall einer Versetzung oder Abordnung zu bestimmen ist.

Laut Urteil des BFH vom 8.8.2013 (Az. VI R 59/12) führt die unbe­fris­tete, auf Grund der betriebs­in­ter­nen Vor­ga­ben regel­mä­ßig aber auf vier Jahre beschränkte Ver­set­zung an eine andere betrieb­li­che Ein­rich­tung des Arbeit­ge­bers zur Begrün­dung der regel­mä­ß­i­gen Arbeits­stätte am Ver­set­zung­s­ort. Dabei lässt es der BFH dahin­ge­s­tellt, ob bei einer Ver­set­zung stets die andere Ein­rich­tung des Arbeit­ge­bers zur regel­mä­ß­i­gen Arbeits­stätte wird, da dies jeden­falls bei einer auf min­des­tens vier Jahre ange­leg­ten Ver­set­zung zu beja­hen ist.

Damit im Ein­klang kommt der BFH in einem wei­te­ren Urteil vom 8.8.2013 (Az. VI R 72/12) zu dem Ergeb­nis, dass bei einer auf drei Jahre beg­renz­ten Abord­nung oder Ver­set­zung keine regel­mä­ß­ige Arbeits­stätte in der ande­ren Ein­rich­tung des Arbeit­ge­bers begrün­det wird. Dem stand nicht ent­ge­gen, dass nach dem im Streit­fall ein­schlä­g­i­gen beam­ten­recht­li­chen Bestim­mun­gen von einer in die­sem Sinne auf unbe­stimmte Zeit ange­leg­ten Ver­set­zung aus­zu­ge­hen war, da in der kon­k­re­ten Abord­nungs­ver­fü­gung eine zeit­li­che Beg­ren­zung auf drei Jahre vor­ge­nom­men wurde.


Hin­weis

Mit Wir­kung zum 1.1.2014 tritt an Stelle der Bestim­mung der regel­mä­ß­i­gen Arbeits­stätte die der ers­ten Tätig­keits­stätte. Dem­nach ist die orts­feste betrieb­li­che Ein­rich­tung des Arbeit­ge­bers, eines ver­bun­de­nen Unter­neh­mens oder eines vom Arbeit­ge­ber bestimm­ten Drit­ten, der der Arbeit­neh­mer dau­er­haft zuge­ord­net ist, erste Tätig­keits­stätte. Von einer dau­er­haf­ten Zuord­nung ist bei einem Zei­traum von 48 Mona­ten aus­zu­ge­hen. Damit kann auch künf­tig dahin­ste­hen, ob eine (unbe­fris­tete) Ver­set­zung oder eine (befris­tete) Abord­nung vor­liegt, sofern diese min­des­tens vier Jahre andau­ert.

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