de en
Nexia Ebner Stolz

Aktuelles

Keine gewerbesteuerliche Hinzurechnung negativer Einlagezinsen

Zahlt ein gewerbliches Unternehmen negative Einlagezinsen an ein Kreditinstitut, stellen diese Betriebsausgaben dar. Zu klären war hier, ob diese dann im Rahmen der gewerbesteuerlichen Hinzurechnung entsprechend anteilig den der Gewerbesteuer unterliegenden Gewerbeertrag erhöhen.

Laut gleich lau­ten­der Erlasse der obers­ten Finanz­be­hör­den der Län­der vom 17.11.2015 unter­lie­gen die Zins­zah­lun­gen nicht der gewer­be­steu­er­li­chen Hin­zu­rech­nung nach § 8 Nr. 1 Buchst. a GewStG, weil es sich nicht um Ent­gelte für die Nut­zung von Fremd­ka­pi­tal, son­dern um Ent­gelte für die Ver­wah­rung von Eigen­ka­pi­tal han­delt.

Hin­weis

Wer­den nega­tive Ein­la­ge­zin­sen im Rah­men der Ein­künfte aus Kapi­tal­ver­mö­gen gezahlt, sind diese laut BMF nicht als Zin­sen i. S. des § 20 Abs. 1 Nr. 7 EStG, son­dern viel­mehr als Wer­bungs­kos­ten zu behan­deln, die infolge des Abzugs­ver­bots in § 20 Abs. 9 Satz 1 EStG im Ergeb­nis steu­er­lich unbe­acht­lich blei­ben (BMF-Sch­rei­ben vom 27.5.2015).

nach oben