de en
Nexia Ebner Stolz

Aktuelles

Keine Kürzung der Verpflegungspauschale bei Gestellung von Snacks

Ist der Arbeitnehmer im Inland auf Dienstreisen unterwegs, kann ihm der Arbeitgeber den Mehraufwand für die auswärtige Verpflegung steuerfrei in Höhe der Verpflegungspauschale von je nach Abwesenheitsdauer arbeitstäglich 12 bzw. 24 Euro erstatten. Wird der Arbeitnehmer allerdings vom Arbeitgeber oder auf dessen Veranlassung von einem Dritten verköstigt, mindert sich die steuerfrei zu erstattende Verpflegungspauschale. In der Praxis stellte sich die Frage, wie mit Snacks umzugehen ist, die dem Arbeitnehmer erhält.

Mit Sch­rei­ben vom 19.5.2015 (Az. IV C 5 ­- S 2353/15/10002 ) stellt das BMF klar, dass die dem Arbeit­neh­mer anläss­lich einer Aus­wärt­stä­tig­keit lohn­steu­er­f­rei gezahlte Verpf­le­gungs­pau­schale nur dann um vom Arbeit­ge­ber oder auf des­sen Ver­an­las­sung von einem Drit­ten unent­gelt­lich gewährte Mahl­zei­ten zu kür­zen ist, wenn es sich dabei um ein Früh­s­tück, Mit­tag- oder Aben­d­es­sen han­delt.

Eine Kür­zung der steu­er­li­chen Verpf­le­gungs­pau­scha­len ist des­halb nicht vor­zu­neh­men, wenn z. B. beim Kun­den zum Nach­mit­tags­kaf­fee Kuchen gereicht wird oder auf inner­deut­schen Flü­gen oder Kurz­st­re­cken-Flü­gen kleine Tüten mit Chips, Salz­ge­bäck, Scho­ko­waf­feln oder ver­g­leich­ba­ren Knab­be­reien ange­bo­ten wer­den.

Diese Rechts­auf­fas­sung ist aus Ver­trau­ens­schutz­grün­den erst ab 1.1.2015 zu beach­ten.

nach oben