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Grunderwerbsteuerpflichtige Anteilsvereinigung bei Erwerb eigener Anteile durch die GmbH

BFH 20.1.2015, IIR 8/13

Wer­den min­des­tens 95 % der An­teile an ei­ner Ge­sell­schaft, in de­ren Vermögen sich ein inländi­sches Grundstück be­fin­det, in der Hand ei­nes An­teils­eig­ners ver­ei­nigt, löst dies Grund­er­werb­steuer aus. Eine sol­che An­teils­ver­ei­ni­gung kann laut BFH auch durch den Er­werb ei­ge­ner An­teile her­bei­geführt wer­den.

Er­wirbt eine GmbH ei­gene An­teile, liegt laut Ur­teil des BFH vom 20.1.2015 (Az. IIR 8/13 ) eine grund­er­werb­steu­er­pflich­tige An­teils­ver­ei­ni­gung i. S. des § 1 Abs. 3 GrEStG vor, wenn der ver­blei­bende Ge­sell­schaf­ter min­des­tens 95 % der nicht von der GmbH selbst ge­hal­te­nen An­teile hält.

Im Streit­fall wa­ren zunächst zwei Ge­sell­schaf­ter zu je 50 % an ei­ner GmbH be­tei­ligt. In­dem ei­ner der Ge­sell­schaf­ter sei­nen An­teil an die GmbH veräußerte und der ver­blei­bende Ge­sell­schaf­ter da­mit 100 % der nicht von der GmbH selbst ge­hal­te­nen An­teile hielt, sah der BFH einen grund­er­werb­steu­er­pflich­ti­gen Er­werbs­vor­gang als ver­wirk­licht an.

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