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Bagatellgrenze für Abfärbewirkung geringfügiger gewerblicher Einkünfte

BFH 27.08.2014, VIII R 6/12, VIII R 16/11, VIII R 41/11

Erzielt eine Personengesellschaft Einkünfte aus selbständiger Arbeit und übt daneben zugleich eine gewerbliche Tätigkeit aus, werden die Einkünfte insgesamt in gewerbliche Einkünften umqualifiziert. Diese gesetzlich vorgegebene sog. Abfärbewirkung tritt nach der Rechtsprechung des BFH allerdings dann nicht ein, wenn es sich um eine gewerbliche Tätigkeit von äußerst geringem Ausmaß handelt.

Mit drei Urtei­len vom 27.08.2014 (Az. VIII R 6/12, VIII R 16/11, VIII R 41/11), die jeweils Gesell­schaf­ten in der Rechts­form einer GbR betref­fen, die über­wie­gend frei­be­ruf­lich, in gerin­gem Umfang aber auch gewerb­lich tätig sind, quan­ti­fi­ziert der BFH nun ein sol­ches äußerst gerin­ges Aus­maß und gibt eine Baga­tell­g­renze vor. Dem­nach haben gewerb­li­che Umsätze einen äußerst gerin­gen Umfang, wenn sie 3 % der Gesamt­net­to­um­sätze der GbR und den Betrag von 24.500 Euro nicht über­s­tei­gen.

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