deen
Nexia Ebner Stolz

Anschaffungsnahe Herstellungskosten bei Gebäudesanierung

Aufwendungen für Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen eines Gebäudes sind als anschaffungsnahe Herstellungskosten zu behandeln, wenn die Maßnahmen innerhalb von drei Jahren nach der Anschaffung des Gebäudes durchgeführt wurden und die Nettokosten (ohne Umsatzsteuer) 15 % der Gebäudeanschaffungskosten übersteigen. Der BFH erläutert, welche Kosten unter den Begriff der anschaffungsnahen Herstellungskosten fallen.

Laut drei Urtei­len des BFH vom 14.6.2016 (Az. IXR 15/15, IXR 22/15 und IXR 25/14) grund­sätz­lich sämt­li­che Kos­ten für bau­li­che Maß­nah­men, die anläss­lich der im Zusam­men­hang mit der Anschaf­fung des Gebäu­des vor­ge­nom­me­nen Sanie­rung durch­ge­führt wur­den, zusam­men­zu­rech­nen. Dies gilt auch für reine Schön­heits­re­pa­ra­tu­ren sowie für Maß­nah­men zur Her­stel­lung der Betriebs­be­reit­schaft des Gebäu­des.

Hin­weis

Somit lehnt der BFH einen Sofort­ab­zug der Auf­wen­dun­gen für Schön­heits­re­pa­ra­tu­ren sowie für sons­tige Sanie­rungs­maß­nah­men ab. Diese wir­ken sich viel­mehr erst im Rah­men der Absch­rei­bung ein­künf­te­min­dernd aus.

nach oben