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Verfassungsmäßigkeit der gewerbesteuerlichen Hinzurechnung von Zinsen, Mieten und Pachten

Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt wies zwei Ver­fah­ren zur Frage der Ver­fas­sungsmäßig­keit der ge­wer­be­steu­er­li­chen Hin­zu­rech­nung von Zin­sen, Mie­ten und Pach­ten zurück. Da­mit hat es zwar letzt­lich noch nicht fi­nal diese Frage be­ant­wor­tet. Je­doch wei­sen alle Zei­chen dar­auf hin, dass ein Ver­fas­sungs­ver­stoß ver­neint wird.

Mit Be­schluss vom 15.2.2016 (Az. 1 BvL 8/12) weist das BVerfG die Nor­men­kon­trolle der ge­wer­be­steu­er­li­chen Hin­zu­rech­nungs­vor­schrif­ten von ver­aus­gab­ten Zin­sen, Mie­ten und Pach­ten nach § 8 Nr. 1 Buchst. a, d und e GewStG in der ab dem Er­he­bungs­zeit­raum 2008 gel­ten­den Fas­sung als un­zulässig zurück. Die Ver­fas­sungs­rich­ter se­hen die Vor­lage des FG Ham­burg als nicht hin­rei­chend begründet an.

Eine we­gen Zwei­feln an der Ver­fas­sungs­kon­for­mität der ge­wer­be­steu­er­li­chen Hin­zu­rech­nung von Miet- und Pacht­zin­sen für un­be­weg­li­che Wirt­schaftsgüter ab 2008 ein­ge­legte Ver­fas­sungs­be­schwerde nimmt das BVerfG laut Be­schluss vom 26.2.2016 (Az. 1 BvR 2836/14) nicht zur Ent­schei­dung an. Der Ver­fas­sungs­be­schwerde zu­vor ge­gan­gen ist das Ur­teil des BFH vom 4.6.2014 (Az. I R 70/12), in dem die­ser die Ver­fas­sungs­kon­for­mität der Hin­zu­rech­nungs­re­ge­lung be­jaht.

Hinweis

Da­mit sind der­zeit keine wei­te­ren beim BVerfG anhängi­gen Ver­fah­ren zur Frage der Ver­fas­sungsmäßig­keit der ge­wer­be­steu­er­li­chen Hin­zu­rech­nung von Zin­sen, Mie­ten und Pach­ten be­kannt. 

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