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Steuerberatung

Mögliche Erhebungen länderspezifischer US-Strafzölle

Die USA plant weitere Strafzölle für Waren aus bestimmten EU-Staaten. Im Rahmen eines Anhörungsverfahrens wird derzeit geprüft, ob die geplanten Zusatzzölle auch durchsetzbar sind und in welchem Ausmaß dies geschehen kann.

Bis Ende Juli 2020 konn­ten Kom­men­tare von US-Unter­neh­men dazu ein­ge­reicht wer­den. Aktu­ell befin­det sich das Ver­fah­ren noch in der Aus­wer­tung beim Office Of The Uni­ted Sta­tes Trade Rep­re­sen­ta­tive (USTR).

Bei den betrof­fe­nen Pro­duk­ten han­delt es sich um Waren jeg­li­cher Art, begin­nend bei Lebens­mit­teln und alko­ho­li­schen Geträn­ken, über Werk­zeuge und Metall­wa­ren bis hin zu Tex­til­wa­ren oder Indu­s­trie­ma­schi­nen. Diese kön­nen den Anhän­gen I bis III des Aus­zugs „Vol. 85, No. 124“ aus dem US-Bun­des­re­gis­ter vom 26.6.2020 ent­nom­men wer­den.

Pro­dukte mit bereits beste­hen­den Zusatz­zöl­len

  • Anhang I umfasst alle Pro­dukte, wel­che bereits Zusatz­zöl­len von 15 % oder 25 % unter­lie­gen. Es wird geprüft, ob Anpas­sun­gen der Zölle von bis zu 100 % oder eine Strei­chung von der Liste erfol­gen soll.

Pro­dukte, für die keine wei­te­ren Zusatz­zölle anfal­len

  • Anhang II betrifft Pro­dukte, die bereits von Zusatz­zöl­len betrof­fen sind, aber von der Erhe­bung wei­te­rer Zölle aus­ge­sch­los­sen sind.

Pro­dukte, die erst­ma­lig mit Zusatz­zöl­len belegt wer­den sol­len

  • Anhang III betrifft Pro­dukte, wel­che zum ers­ten Mal mit Zusatz­zöl­len von bis zu 100 % belegt wer­den könn­ten. Betrof­fene Län­der sind Deut­sch­land, Spa­nien, Fran­k­reich und UK.

Eine end­gül­tige Liste der betrof­fe­nen Waren ist nach Abschluss der Aus­wer­tun­gen zu erwar­ten. Es ist anzu­neh­men, dass diese noch im August 2020 ver­öf­f­ent­licht wird. Mit Bekannt­gabe der Liste wird gleich­zei­tig mit­ge­teilt, ab wel­chem Zeit­punkt die neuen Zölle erho­ben wer­den.

Es besteht ein ernst­zu­neh­men­des Risiko, dass die Durch­set­zung der anste­hen­den Zusatz­zölle ein­tritt. Unter­neh­men, deren Waren­ex­porte in die USA von den geplan­ten Straf­zöl­len betrof­fen wären, sind gut bera­ten, sich mög­li­che Umstruk­tu­rie­run­gen ihrer Exporte zu über­le­gen.

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