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Umstellung des Verfahrens zum Einholen von A1-Bescheinigungen ab 2018

Die bislang in Papierform einzureichenden Anträge auf Erteilung der A1-Bescheinigung führten die Krankenkassen und die Deutsche Verbindungsstelle für Krankenversicherung - Ausland (DVKA) an die Grenze ihrer Kapazitäten. Hier schafft ein neues ab 2018 geltendes Online-Verfahren Abhilfe.

Ein in der HR-Pra­xis läs­t­i­ges, aber zug­leich drin­gend gebo­te­nes Pro­ze­dere ist das Ein­ho­len der sog. A1-Beschei­ni­gung bei grenz­über­sch­rei­ten­den Ein­sät­zen von Mit­ar­bei­tern im EU-/EWR-Aus­land. Damit wird zum einen der Nach­weis geführt, dass die ein­ge­setz­ten Mit­ar­bei­ter dem deut­schen Sozial­ver­si­che­rungs­sys­tem unter­lie­gen. Zum ande­ren wird eine Bef­rei­ung vom aus­län­di­schen Sozial­ver­si­che­rungs­sys­tem sicher­ge­s­tellt.

Umstellung des Verfahrens zum Einholen von A1-Bescheinigungen ab 2018© Thinkstock

Die bis­lang in Papier­form ein­zu­rei­chen­den Anträge führ­ten die Kran­ken­kas­sen ebenso wie die Deut­sche Ver­bin­dungs­s­telle für Kran­ken­ver­si­che­rung - Aus­land (DVKA), die für Son­der­fälle wie die Aus­nah­me­ge­neh­mi­gung und bei Mehr­staa­ten­tä­tig­keit zustän­dig ist, an die Grenze ihrer Kapa­zi­tä­ten. Hier soll ein neues ab 2018 gel­ten­des Online-Ver­fah­ren Abhilfe schaf­fen.

Hin­weis

Die Nut­zung die­ses Online-Ver­fah­rens ist ab Anfang 2018 mög­lich und spä­tes­tens ab Januar 2019 für alle Betei­lig­ten verpf­lich­tend.

Ein­zel­hei­ten sind in der Ver­fah­rens­be­sch­rei­bung vom 1.4.2017 vom GKV-Spit­zen­ver­band, das auch über die Kran­ken­kas­sen erhält­lich ist, nach­zu­le­sen. Wir emp­feh­len die früh­zei­tige Umstel­lung, da dies zu einer Ver­fah­rens­be­sch­leu­ni­gung führt. Auch auch spon­tane Dien­st­rei­sen kön­nen über die­ses Online-Ver­fah­ren noch gemel­det wer­den.

Ent­schei­dend ist die nicht ganz ein­fa­che Wahl des zutref­fen­den Antra­ges - nur soweit die Ein­sätze tat­säch­lich im Auf­trag und auf Rech­nung des deut­schen Unter­neh­mens erfol­gen, ist der Antrag bei der Kran­ken­kasse kor­rekt. Bei ver­bun­de­nen Unter­neh­men ist in der Regel der Antrag bei der DVKA der rich­tige Weg.

Soweit es um Aus­land­s­ein­sätze in Län­dern geht, die nicht Teil des EU-/EWR-Rau­mes sind, mit denen jedoch ein Sozial­ver­si­che­rungs­ab­kom­men besteht, ver­b­leibt es bei dem bis­he­ri­gen Antrags­ver­fah­ren in Papier­form. Erfol­gen die Ein­sätze im Auf­trag und auf Rech­nung des deut­schen Unter­neh­mens geht der Antrag wie gewohnt an die Kran­ken­kasse des Mit­ar­bei­ters; bei pri­va­ter Ver­si­che­rung an die Deut­sche Ren­ten­ver­si­che­rung Bund. Geht der Ein­satz zu einer aus­län­di­schen Toch­ter­ge­sell­schaft, ist ein Antrag auf Aus­nah­me­ge­neh­mi­gung bei der DVKA der rich­tige Weg.
 
 
 


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