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Umsatzsteuerschuldnerschaft bei Anzahlungen auf Bauleistungen

Wie ist vorzugehen, wenn Anzahlungen auf Bauleistungen geleistet werden, die Voraussetzungen der Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers aber erst später erfüllt werden? Darauf geht das BMF ein.

Lie­gen die Vor­aus­set­zun­gen der Steu­er­schuld­ner­schaft des Leis­tungs­emp­fän­gers nach § 13b UStG (z. B. noch feh­lende Beschei­ni­gung nach § 13b Abs. 5 Satz 2 2. Halb­satz UStG - USt 1 TG) zum Zeit­punkt der Ver­ein­nah­mung der Anzah­lung noch nicht vor, schul­det der leis­tende Unter­neh­mer inso­weit die Umsatz­steuer. Erfüllt der Leis­tungs­emp­fän­ger zum Zeit­punkt der Leis­tung­s­er­brin­gung die Vor­aus­set­zun­gen der Schuld­ner­schaft, bleibt es laut BMF-Sch­rei­ben vom 18.5.2018 bei der bis­he­ri­gen Besteue­rung der Anzah­lung durch den Leis­ten­den. Dazu wird der UStAE in den Abschnit­ten 13.5, 13b.12 Abs. 2 und 15.3 Abs. 6 geän­dert.

Für bis zum 31.12.2018 geleis­tete Anzah­lun­gen wird es nicht bean­stan­det, wenn der Steu­erpf­lich­tige die bis­he­rige Fas­sung des UStAE anwen­det. Bis­her ent­hielt der UStAE hierzu keine exp­li­zite Rege­lung, so dass im Ein­zel­fall geprüft wer­den muss, ob eine Kor­rek­tur erfor­der­lich ist oder nicht.

Hin­weis

Ver­fügt der Leis­tungs­emp­fän­ger hin­ge­gen im Zeit­punkt der Anzah­lung über eine Beschei­ni­gung USt 1 TG, erfüllt er bereits die Vor­aus­set­zun­gen für seine Steu­er­schuld­ner­schaft, auf eine Kennt­nis des bau­leis­ten­den Unter­neh­mers von der Beschei­ni­gung kommt es nicht an. Inso­weit besteht für den Leis­tungs­emp­fän­ger das Risiko der Vor­steu­er­ver­sa­gung aus der Anzah­lungs­rech­nung.



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