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Steuerberatung

Erteilung neuer Umsatzsteuer-Identifikationsnummer in den Niederlanden

Laut Mitteilung der niederländischen Behörden erhalten dort registrierte Einzelunternehmer eine neue Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-IdNr.), die ab dem 1.1.2020 verpflichtend bei innergemeinschaftlichen Umsätzen zu verwenden ist.

Die die­sen Ein­zel­un­ter­neh­mern bis­her erteilte USt-IdNr. wird ab dem 1.1.2020 ungül­tig.

Das BMF hat in sei­nem Sch­rei­ben vom 22.11.2019 (Az. III C 5 - S 7427-c/19/10001 :002, DStR 2019, S. 2543) dazu Stel­lung genom­men, wie damit umzu­ge­hen ist. Zudem ent­hält das BMF-Sch­rei­ben wei­tere Details dar­über, wie genau die neuen USt-IdNr. auf­ge­baut sind.

Ab dem 1.1.2020 müs­sen in Deut­sch­land regi­s­trierte Unter­neh­mer für alle inn­er­ge­mein­schaft­li­chen Umsätze mit einem betrof­fe­nen Ein­zel­un­ter­neh­mer in den Nie­der­lan­den grund­sätz­lich des­sen neue - ab dem 1.1.2020 gül­tige - nie­der­län­di­sche USt-IdNr. ver­wen­den; für Zei­träume davor ist die alte USt-IdNr. zu ver­wen­den. Bei Rech­nungs­stel­lung in 2020 über Lie­fe­run­gen in 2019 kön­nen laut BMF beide USt-IdNr. ver­wen­det wer­den. In der Zusam­men­fas­sen­den Mel­dung (ZM) für Mel­de­zei­träume ab 2020 ist jedoch zwin­gend die neue USt-IdNr. zu ver­wen­den. Für Zei­träume bis 31.12.2019 sind von den betrof­fe­nen Ein­zel­un­ter­neh­mern die vor der Umstel­lung erteil­ten USt-IdNr. zu ver­wen­den, die zum 1.1.2020 ungül­tig wur­den.

Hin­weis

Diese Ände­rung in den Nie­der­lan­den macht deut­lich, dass von Geschäft­s­part­nern bereits bekannte USt-IdNr. stets neu auf ihre Gül­tig­keit über­prüft wer­den müs­sen, um umsatz­steu­er­li­che Nach­teile, wie z. B. den Weg­fall der Steu­er­be­f­rei­ung inn­er­ge­mein­schaft­li­cher Lie­fe­run­gen, zu ver­mei­den. Zur Über­prü­fung kann die Onli­ne­ab­frage des BZSt genutzt wer­den. Zu beach­ten ist hier­bei ins­be­son­dere, dass seit dem 1.1.2020 die Ver­wen­dung einer gül­ti­gen USt-IdNr. mate­ri­ell-recht­li­che Vor­aus­set­zung der Steu­er­be­f­rei­ung für inn­er­ge­mein­schaft­li­che Lie­fe­run­gen ist. Unab­hän­gig von der Neu­re­ge­lung in den Nie­der­lan­den soll­ten Unter­neh­mer daher - soweit noch nicht - gesche­hen auf eine auto­ma­ti­sierte, per­ma­nente USt-IdNr.-Über­wa­chung ums­tel­len.

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