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Steuerberatung

Ergänzende Ausführungen zur temporären Umsatzsteuersatzsenkung

Das BMF ging bereits mit Schreiben vom 30.6.2020 ausführlich auf die Umsatzsteuersatzsenkung für Umsätze nach dem 30.6.2020 und vor dem 1.1.2021 ein. Nun ergänzt das BMF seine Ausführungen.

Im Sch­rei­ben vom 4.11.2020 wird u. a. noch­mals auf den bei im zwei­ten Halb­jahr 2020 aus­ge­s­tell­ten Vor­aus- und Anzah­lungs­rech­nun­gen zu berück­sich­ti­gende Umsatz­steu­er­satz ein­ge­gan­gen. Steht fest, dass die jewei­lige Leis­tung erst nach dem 31.12.2020 erbracht wird, bean­stan­det das BMF nicht, wenn in der Vor­aus- bzw. Anzah­lungs­rech­nung bereits ein Steu­er­satz von 19 % bzw. 7 % ange­wandt wird. Wur­den in Fäl­len von kumu­lier­ten Vor­aus- und Anzah­lungs­rech­nun­gen die zu die­sem Zeit­punkt zutref­fen­den Steu­er­sätze ange­wen­det, hat eine etwaig erfor­der­li­che Umsatz­steu­er­be­rich­ti­gung erst in dem Vor­an­mel­dungs­zei­traum der Lie­fe­rung bzw. Aus­füh­rung der sons­ti­gen Leis­tung zu erfol­gen. Die Ände­rung der Steuer in einer belie­bi­gen ande­ren Vor­aus- oder Anzah­lungs­rech­nung auf den zu die­sem Zeit­punkt gül­ti­gen Steu­er­satz ist laut BMF nicht mög­lich.

Zudem geht das BMF auf Gut­scheine für einen ver­bind­lich bes­tell­ten Gegen­stand ein. Zwar ist bei Aus­stel­lung des Gut­scheins, der als Anzah­lung anzu­se­hen ist, der tem­porär gesenkte Umsatz­steu­er­satz her­an­zu­zie­hen. Erfolgt die Lie­fe­rung des Gegen­stands nach dem 31.12.2020, hat aller­dings eine Berich­ti­gung unter Anwen­dung des Umsatz­steu­er­sat­zes von 19 % bzw. 7 % zu erfol­gen. 

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