de en
Nexia Ebner Stolz

Steuerberatung

Strom-/Energiesteuerbegünstigungen für „Unternehmen in Schwierigkeiten“

Ist ein Un­ter­neh­men in­folge der Co­vid-19-Pan­de­mie in wirt­schaft­li­chen Schwie­rig­kei­ten, können laut EU-Kom­mis­sion Begüns­ti­gun­gen bei der Strom- bzw. En­er­gie­steuer gewährt wer­den.

Grundsätz­lich können „Un­ter­neh­men in Schwie­rig­kei­ten“ nicht in den Ge­nuss von Strom- bzw. En­er­gie­steu­er­begüns­ti­gun­gen kom­men, die zu­gleich staat­li­che Bei­hil­fen sind, z. B. die Ent­las­tung für Un­ter­neh­men des pro­du­zie­ren­den Ge­wer­bes nach § 9b Strom­steu­er­ge­setz, § 54 En­er­gie­steu­er­ge­setz. Wirt­schaft­li­che Schwie­rig­kei­ten auf Grund der CO­VID-19-Pan­de­mie sind je­doch kein Aus­schluss­grund für die In­an­spruch­nahme sol­cher Begüns­ti­gun­gen.

Zur Ab­mil­de­rung der öko­no­mi­schen Fol­gen der CO­VID-19-Pan­de­mie hat die EU-Kom­mis­sion be­schlos­sen, dass der Aus­schluss­grund „Un­ter­neh­men in Schwie­rig­kei­tenʺ bei staat­li­chen Bei­hil­fen nicht für Un­ter­neh­men gilt, die sich am 31.12.2019 nicht in wirt­schaft­li­chen Schwie­rig­kei­ten be­fan­den, je­doch im Zeit­raum vom 1.1.2020 bis zum 30.6.2021 in Schwie­rig­kei­ten ge­ra­ten (Ver­ord­nung (EU) 2020/972 vom 2.7.2020, ABl. Nr. L 215 vom 7.7.2020, und Mit­tei­lung in ABl. Nr. C 224 vom 8.7.2020).

Die Zoll­ver­wal­tung hat dazu mit­ge­teilt, dass ein An­trag auf Steu­er­ent­las­tung bis zum 30.6.2021 ge­stellt wer­den muss. Bei ei­ner An­trag­stel­lung nach dem 30.6.2021 grei­fen dem­nach die übli­chen Re­ge­lun­gen der Strom- bzw- En­er­gie­steuer-Durchführungs­ver­ord­nung. Ist ein Un­ter­neh­men also nach dem 30.6.2021 wei­ter­hin in Schwie­rig­kei­ten, wird eine be­an­tragte Ent­las­tung bei Vor­lie­gen der übri­gen Vor­aus­set­zun­gen für einen Zeit­raum zwi­schen dem 1.1.2020 und 30.6.2021 zwar fest­ge­setzt, je­doch bis zur Über­win­dung der Schwie­rig­kei­ten nicht aus­ge­zahlt. Die Ver­pflich­tung, das Form­blatt 1139 aus­gefüllt vor­zu­le­gen, be­steht un­verändert.

nach oben