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Steuerberatung

Senkung des Umsatzsteuersatzes für die Gastronomie

Gastronomiebetriebe sind von den Schließungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie besonders stark betroffen. Für eine gezielte Entlastung der Branche soll ab Juli 2020 eine Absenkung des Umsatzsteuersatzes sorgen.

Aktu­ell unter­lie­gen Spei­sen, die vor Ort im Restau­rant oder Café ver­zehrt wer­den (sog. Restau­ra­ti­ons­leis­tun­gen), dem regu­lä­ren Umsatz­steu­er­satz von 19 %. Bei Take away-Spei­sen, die der Gast abholt und die nicht zum Ver­zehr vor Ort im Restau­rant bestimmt sind, greift in der Regel der ermä­ß­igte Steu­er­satz von 7 %.

Die Bun­des­re­gie­rung besch­loss dazu am 6.5.2020 den Ent­wurf eines Corona-Steu­er­hil­fe­ge­set­zes, dem der Bun­des­rat am 15.5.2020 zustimmte. Das Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren wurde Anfang Juni abge­sch­los­sen. Danach wird u. a. der Umsatz­steu­er­satz auf Restau­rant- und Verpf­le­gungs­leis­tun­gen, die nach dem 30.6.2020 und vor dem 1.7.2021 erbracht wer­den, von 19 % auf 7 % gesenkt. Dies betrifft aus­drück­lich nur Spei­sen. Die Abgabe von Geträn­ken unter­liegt wei­ter­hin dem regu­lä­ren Umsatz­steu­er­satz.

Hin­weis: Die Regie­rungs­koal­tion auf Bun­des­e­bene stellte am 3.6.2020 ein umfas­sen­des Corona-Kon­junk­tur­pa­ket vor. Die darin ent­hal­te­nen steu­er­li­chen Maß­nah­men wur­den bereits mit dem Zwei­ten Corona-Steu­er­hil­fe­ge­setz umge­setzt, das am 29.6.2020 den Bun­des­tag und Bun­des­rat pas­sierte. So wurde auch die tem­poräre Sen­kung des Mehr­wert­steu­er­sat­zes von 19 % auf 16 % bzw. von 7 % auf 5 % besch­los­sen, die für den Zei­traum 1.7.2020 bis 31.12.2020 greift. Wie auch alle ande­ren Unter­neh­mer pro­fi­tie­ren davon auch Unter­neh­mer im Gas­tro­no­mie­be­reich und haben somit in der zwei­ten Jah­res­hälfte 2020 nur die gemin­der­ten Mehr­wert­steu­er­sätze anzu­wen­den.

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