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Steuerberatung

Rücktrag von Verlusten aus 2020 und 2021 erweitert möglich

Mit einem Dritten Corona-Steuerhilfegesetz soll der Verlustrücktrag auf künftig 10 Mio. Euro verdoppelt werden. Zuletzt war die Möglichkeit, Verluste in den Jahren 2020 und 2021 durch Rücktrag in das jeweilige Vorjahr zu nutzen, mit dem Zweiten Corona-Steuerhilfegesetz auf 5 Mio. Euro erhöht worden.

Neue Höchst­be­trags­g­ren­zen

Die Mög­­li­ch­keit des Rück­­trags von Ver­­lus­­ten der Ver­­an­la­­gungs­­zei­traums 2020 und 2021 wurde mit dem Zwei­­ten Corona-Steu­er­hil­­fe­­ge­­setz im Juni 2020 bereits von 1 Mio. Euro auf 5 Mio. Euro bei Ein­­zel­ver­­an­la­­gung bzw. von 2 Mio. Euro auf 10 Mio. Euro bei Zusam­­men­ver­­an­la­­gung ange­ho­­ben. Dies gilt sowohl für die Ein­­kom­­men­­steuer als auch für die Kör­per­­schaf­t­­steuer.

Der Gesetz­ent­wurf eines Drit­ten Corona-Steu­er­hil­fe­ge­set­zes, wel­cher auf den 9.2.2021 datiert ist, sieht nun eine erneute Aus­wei­tung des Ver­lu­st­rück­trags vor. Dem­nach soll die Ober­g­renze für den Ver­lu­st­rück­trag für die Ver­an­la­gungs­zei­träume 2020 und 2021 von 5 Mio. Euro auf 10 Mio. Euro und im Falle der Zusam­men­ver­an­la­gung von 10 Mio. Euro auf 20 Mio. Euro ange­ho­ben wer­den.

Hin­weis: Gewer­be­­steu­er­­lich ist ein Ver­­lu­st­rück­­trag geset­z­­lich nicht vor­­­ge­­se­hen, woran sich auch durch die Erhöh­ung des Höchst­be­­trags nichts ändert.

Anpas­sung von Vor­aus­zah­lun­gen für 2019

Durch das Zweite Corona-Steu­er­hil­­fe­­ge­­setz wurde eine geset­z­­li­che Rege­­lung ein­­ge­­fügt, wonach der der Bemes­­sung der Vor­­aus­­zah­­lun­­gen für 2019 zugrunde gelegte Gesam­t­be­­trag der Ein­­künfte (aller­­dings ohne Ein­­künfte aus nich­t­­sel­b­­stän­­di­­ger Arbeit) pau­­­schal um 30 % gemin­­dert wer­­den kann. Vor­­aus­­set­zung hier­­für ist, dass die Vor­­aus­­zah­­lun­­gen für 2020 auf null Euro her­ab­­ge­­setzt wur­­den. Alter­na­­tiv dazu kann der Gesam­t­be­­trag der Ein­­künfte auch um einen höh­e­­ren Betrag als 30 % gemin­­dert wer­­den, wenn ein ent­­­sp­­re­chen­­der vor­­aus­­sich­t­­li­cher Ver­­lu­st­rück­­trag der Höhe nach nach­­­ge­wie­­sen wird. 

Vor­läu­fi­ger Ver­lu­st­rück­trag für 2020

Ein Ver­­lu­st­rück­­trag für 2020 kann gemäß einer ebenso mit dem Zwei­­ten Corona-Steu­er­hil­­fe­­ge­­setz ein­­ge­­füg­­­ten Rege­­lung bereits vor­­läu­­fig im Rah­­men der neuen Höchst­be­­trags­­g­­ren­­zen bei der Ver­­an­la­­gung 2019 berück­­si­ch­­tigt wer­­den. Dazu kann auf Antrag ein vor­­läu­­fi­­ger Ver­­lu­st­rück­­trag für 2020 im Rah­­men der Steu­er­­fest­­set­zung für 2019 vom Gesam­t­be­­trag der Ein­­künfte abge­­zo­­gen wer­­den. Der vor­­läu­­fige Ver­­lu­st­rück­­trag beträgt pau­­­schal 30 % des Gesam­t­be­­trags der Ein­­künfte (ohne Ein­­künfte aus nich­t­­sel­b­­stän­­di­­ger Arbeit). Vor­­aus­­set­zung dabei ist, dass die Vor­­aus­­zah­­lun­­gen für den Ver­­an­la­­gungs­­zei­traum 2020 auf null Euro her­ab­­ge­­setzt wur­­den. Die Berück­­si­ch­­ti­­gung eines vor­­läu­­fi­­gen Ver­­lu­st­rück­­trags kann aber auch in nach­­­ge­wie­­se­­ner Höhe bean­­tragt wer­­den.

Hin­weis: Der Gesetz­ent­wurf eines Drit­ten Corona-Steu­er­hil­fe­ge­set­zes sieht auch vor, die  Son­der­vor­schrif­ten der §§ 110 und 111 EStG zur Anpas­sung von Vor­aus­zah­lun­gen für den Ver­an­la­gungs­zei­traum 2019 und zum vor­läu­fi­gen Ver­lu­st­rück­trag für 2020 ent­sp­re­chend an die Ver­dop­p­lung der Ver­lu­st­rück­trags­mög­lich­kei­ten anzu­pas­sen.

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